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musiktheater und ballett: "delirio amoroso" im Theater Dortmundmusiktheater und ballett: "delirio amoroso" im Theater Dortmundmusiktheater und...

musiktheater und ballett: "delirio amoroso" im Theater Dortmund

Musik von Georg Friedrich Händel, Premiere: 30. Mai, 19.30 Uhr im Opernhaus

 

In intensiver Zusammenarbeit gestalten der junge Regisseur Sebastian Hirn, der mit vielbeachteten Inszenierungen bei den Wiener Festwochen, am Stuttgarter Staatstheater, an den Wuppertaler Bühnen und beim Münchener Tollwood-Festival auf sich aufmerksam gemacht hat, und Dortmunds Ballettdirektor Xin Peng Wang gemeinsam einen Abend voll Poesie und Vision.

Eine junge Frau macht sich auf den Weg in die Unterwelt, um sich in verschiedensten Gestalten stets selbst zu begegnen, im Schicksal anderer ihr eigenes zu erblicken und im Vergessen Erkenntnis und im Erkennen schlussendlich Vergessen und Frieden zu finden. „Es ist ein neuartiges Unterfangen“, meinen Hirn und Wang einhellig, „eine abenteuerliche Zusammenführung der kreativen Kräfte von Oper und Ballett. Stimme und Bewegung, Musik- und Körpersprache treffen ungefiltert aufeinander, sind einander Reibungsflächen und generieren gemeinsam zu Händels eindringlicher Musik Bildwelten, wie sie jede Sparte für sich nur schwer entwickeln könnte.“

 

Die Augen, weit offen zum Träumen...Wesen auf dem Weg durch das Spiegelkabinett ihrer Biographien. In ihrem Leben haben sie geirrt. Nun spielen sie wieder und wieder die letzten Minuten ihres Lebens nach. Erinnerung ist stärker als der Tod. Auch wenn die Sonne erloschen ist...

 

Italien, Anfang des 18. Jahrhunderts. Händel fühlt sich an der Schnittstelle

zwischen Geschichte und Mythologie. Die Begegnung mit der südländischen Kultur wird zum Ausgangspunkt eines künstlerischen Umdenkprozesses. Er bricht aus dem Kokon höfischen Musizierens aus. Seine Kompositionen werden zu Spiegelbildern der menschlichen Seele, seine Musik zur Membran, die die leisesten emotionalen Regungen hörbar macht. Nie zuvor wurden Freude, Verzückung und Schmerz so authentisch in Musik übersetzt. Psychogramme von Hoffnungen und Irrtümern an der Sollbruchstelle von Wunsch und Wirklichkeit, von Liebe und Leid.... schaue ich die Bilder in meiner Phantasie.

 

Erdacht hat das Projekt der Chefdramaturg Christian Baier, ein ausgewiesener Experte für Alte Musik, der sich bereits während seiner Zeit bei den Wiener Festwochen für zahlreiche Barock-Produktionen verantwortlich zeichnete.

 

Musikalische Leitung: Ralf Lange

Inszenierung: Sebastian Hirn, Xin Peng Wang

Choreographie: Xin Peng Wang

Bühnenbild: Franz Gronemeyer

Kostüme: Monika Staykova

 

Matinee: 25. Mai, 11:15 Uhr, Opernfoyer

 

Weitere Vorstellungen: 5., 13., 20. Juni

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