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"Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing, Münchner Volkstheater

Premiere am 24. Januar 2015, 19:30 Uhr. -----

Als Nathan, ein wohlhabender Jude, von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass seine Tochter Recha dank eines christlichen Tempelherrn vor dem Feuertod bewahrt wurde. Daja, gläubige Christin und Gesellschafterin in seinem Hause, sieht darin ein göttliches Wunder.

 

Recha hat sich indes in ihren jungen Retter verliebt, doch Nathan hat große Vorbehalte. Währenddessen gehen Sultan Saladin, dem muslimischen Herrscher der Stadt, die Gelder aus, die er für eine Fortsetzung des Krieges mit den Katholiken benötigt. Er befolgt den Ratschlag seines Bruders Melek und testet die Freigebigkeit, des dafür gerühmten Nathan, indem er diesem die Frage nach der wahren Religion stellt. Nathan rettet sich mit einem schlauen Einfall und erzählt dem Sultan ein Märchen: die Ringparabel. Lessings Drama spielt in Jerusalem, der Stadt der Weltreligionen, zur Zeit der Kreuzzüge. Es zeigt die Verwandtschaft von Judentum, Christentum und Islam und handelt von der Idee einer aufgeklärten Humanität in einer toleranten Gesellschaft.

 

Gotthold Ephraim Lessing wird am 22. Januar 1729 als Kind einer Pastorenfamilie in Kamenz geboren. Nach seinem Schulbesuch in Kamenz und Meißen studiert Lessing ab 1746 Theologie und Medizin in Leipzig, bricht aber 1748 sein Studium ab, um nach Berlin zu gehen. Dort arbeitet er als Rezensent und Redakteur, widmet sich aber daneben schon intensiv dem Schreiben von Stücken.

 

Gotthold Ephraim Lessing nimmt sein Studium wieder auf und erlangt 1752 die Magisterwürde. Zurück in Berlin, schliesst Lessing Freundschaft mit Moses Mendelssohn. 1755 kehrt Gotthold Ephraim Lessing nach Leipzig zurück, um schon ein Jahr später wieder nach Berlin zu gehen. Dort veröffentlicht Lessing zusammen mit seinem Freund Medelssohn und Friedrich Nikolai Briefe zur neuesten Literatur.

 

Lessing, der sich mehr und mehr der Literatur widmet und nun in Berlin als freier Schriftsteller lebt, wird 1767 Dramaturg und Berater am Hamburger Nationaltheater. Dort wird auch Lessings Stück „Minna von Barnhelm“ uraufgeführt. Im Hamburg lernt Gotthold Ephraim Lessing auch seine spätere Frau Eva König kennen. In der Zeit in Hamburg entstehen die "Hamburgischen Dramaturgien".

 

Nachdem das Hamburger Nationaltheater aus finanziellen Gründen 1770 schließen muss, geht Lessing nach Wolffenbüttel und arbeitet dort als Bibliothekar in der Herzog August Bibliothek. Dort übersetzt Lessing das hochmittelalterliche Werk „Schedula diversarum artium“ des Theophilus Presbyter, das er 1774 unter dem Titel „Vom Alter der Ölmalerey aus dem Theophilus Presbyter“ herausgibt.

 

1772 schreibt er sein Stück „Emilia Galotti“. 1776 heiraten Lessing und Eva König. Der Ehe aber ist nur kurzes Glück gegönnt: 1777 stirbt ihr neugeborener Sohn, wenige Wochen später stirbt auch Eva am Kindbettfieber. Trotz des sich verschlechternden Gesundheitszustandes schliesst Gotthold Ephraim Lessing seine Arbeit an seinem letzten Stück „Nathan der Weise“ 1779 ab. Am 15. Februar 1781 stirbt Lessing an einem Hirnschlag in Braunschweig.

 

Regie Christian Stückl

Bühne und Kostüme Stefan Hageneier

Musik Tom Wörndl

 

Saladin Pascal Fligg

Melek Sohel Altan G.

Nathan August Zirner

Recha Constanze Wächter

Daja Mara Widmann

Tempelherr Jakob Geßner

Al-Hafi Mehmet Sözer

Patriarch Thomas Kylau

Klosterbruder Jean-Luc Bubert

 

 

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