Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Nuran David Calis erhält Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2017Nuran David Calis erhält Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2017Nuran David Calis erhält...

Nuran David Calis erhält Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2017

Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und fördert die Begegnung zwischen Religion und gegenwärtiger Theaterszene. Die Preisvergabe findet in diesem Jahr am 27. November in Köln statt.

Calis neuestes Stück ISTANBUL ist derzeit am Schauspiel Köln zu sehen. Bundesweit Beachtung hatte bereits seine Inszenierung DIE LÜCKE. EIN STÜCK KEUPSTRASSE gefunden.

Darin thematisiert der Autor den NSU-Bombenanschlag in der Kölner Keupstraße. Anwohner und Geschäftsleute stehen in beiden Produktionen gemeinsam mit Schauspielern des Kölner Ensembles auf der Bühne.

 

Nuran David Calis wuchs als Sohn eines armenischen Arbeiters und einer jüdischen Putzfrau in einem Brennpunktviertel in Bielefeld auf. In den vergangenen Jahren habe er gemerkt, dass die Aufklärung die „großen Fragen des Lebens“ für ihn nicht beantworten könne, erklärte Calis in einer ersten Reaktion. „Fragen wie ‚Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?‘ werden wieder wichtiger für uns in der Gesellschaft“, sagt er.

 

Das Thema Religion bringt Calis auch in GLAUBENSKÄMPFER auf die Bühne: Weltlich eingestellte Profi-Schauspieler treffen auf gläubige Laiendarsteller – darunter ein Ex-Salafist und eine Benediktiner-Schwester. Die Gruppe verhandelt über Schönheit und Gefahr von Religion. „Wer hätte gedacht, dass ein multilateraler Abend über den Glauben heute noch derart brisant, lebendig, herausfordernd sein könnte?“, urteilte die Süddeutsche Zeitung.

 

„Mit seinen Arbeiten fragt Calis nach den gesellschaftlichen Flieh-, aber auch Bindekräften, die von sozial und kulturell aufgeladenen Gemengelagen hervorgebracht werden“, begründet die Ludwig-Mülheims-Theaterpreis-Jury ihre Wahl. Die Auszeichnung wird über den Nachlass des Schauspielers Ludwig Mülheims finanziert, den das Erzbistum Köln verwaltet.

 

Mehr Informationen zum Ludwig-Mülheims-Theaterpreis finden Sie unter

www.ludwig-muelheims-theaterpreis.de.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑