Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Oper Leipzig: „Arabella“ von Richard Strauss Oper Leipzig: „Arabella“ von Richard Strauss Oper Leipzig: „Arabella“...

Oper Leipzig: „Arabella“ von Richard Strauss

Premiere am Samstag, 18. Juni 2016, 19 Uhr. -----

Der letzte Trumpf in der Hand des finanziell völlig ruinierten, dem Glücksspiel verfallenen Grafen Waldner ist seine bildschöne Tochter Arabella. Die Familie hat sich in einem Wiener Hotel einquartiert, um wenigstens den Schein eines standesgemäßen Lebens zu wahren und eine gute Partie für Arabella zu finden.

 

Da man sich eine angemessene Erziehung und Ausstattung für zwei Töchter nicht leisten kann, wird Arabellas jüngere Schwester Zdenka als Junge ausgegeben. An Verehrern für Arabella mangelt es nicht, doch sie hat sich entschlossen, den »Richtigen« zu suchen. Als sie einem Fremden begegnet, dem Gutsbesitzer Mandryka, weiß sie plötzlich, dass er dieser Eine ist. Auch Mandryka hat sich auf den ersten Blick in Arabella verliebt. Einer Verlobung stünde nichts im Wege, käme es nicht zu Verwechslungen und Missverständnissen, an denen die Liebe zu zerbrechen droht. Es bedarf einiger Enthüllungen in dieser Welt des schönen Scheins, um beginnende Risse noch rechtzeitig zu kitten.

 

Mit ihrer letzten gemeinsamen Arbeit wollten Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal an das Erfolgsrezept des „Rosenkavalier“ (1911) anknüpfen. Die 1933 uraufgeführte „Arabella“ geriet zu einem eindrucksvollen Abbild ihrer Entstehungszeit, der späten zwanziger Jahre.

 

Mit heiter-ironischem Blick schauen Librettist und Komponist in ihrer Liebes- und Gesellschaftskomödie auf den morbiden Charme des untergehenden aristokratischen Ambientes. Mit Arabella ist dem Autoren-Duo eine weitere außergewöhnliche Frauenfigur gelungen, die in Leipzig von der aus den USA stammenden Sopranistin Betsy Horne verkörpert wird. Als Mandryka ist Thomas J. Mayer zu erleben, der hier als Wotan in der „Walküre“ und Barak in „Die Frau ohne Schatten“ reüssierte. Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer fügt seinen Leipziger Einstudierungen von Strauss-Opern eine weitere Farbe hinzu. Die Inszenierung liegt in den Händen des Regisseurs und Filmproduzenten Jan Schmidt-Garre, der für seine Dokumentar- und Spielfilme über Musik und Kunst vielfach ausgezeichnet wurde.

 

Lyrische Komödie in drei Aufzügen | Text von Hugo von Hofmannsthal

 

Dirigent Ulf Schirmer

Inszenierung Jan Schmidt-Garre

Bühne Heike Scheele

Kostüme Thomas Kaiser

Lichtdesigner Guido Petzold

Choreinstudierung Alexander Stessin

Dramaturgie Marita Müller

 

Graf Waldner Jan-Hendrik Rootering

Adelaide Renate Behle

Arabella Betsy Horne

Zdenka Olena Tokar

Mandryka Tuomas Pursio

Matteo Markus Francke

Graf Elemer Paul McNamara

Graf Dominik Jürgen Kurth

Graf Lamoral Sejong Chang

Fiakermilli Jasmina Sakr

Kartenlegerin Karin Lovelius

Zimmerkellner Martin Petzold

Welko Carsten Gläser

 

CHOR DER OPER LEIPZIG

 

GEWANDHAUSORCHESTER

 

WEITERE AUFFÜHRUNG 26. Juni 2016

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑