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Operetten Festival an der Komischen Oper Berlin vom 23. Januar bis 8. Februar 2015

Copyright: Iko Freese/drama-berlin.de

Zweieinhalb Wochen Operette pur im einstigen Metropol-Theater! Rund um die Premiere von Oscar Straus’ Eine Frau, die weiß, was sie will! gehört die Komische Oper Berlin, das einstige Metropol-Theater, erstmalig zweieinhalb Wochen lang ganz der Operette. Die freche Schwester der Oper präsentiert sich in ihrer ganzen Vielfalt: Vielgespielte Klassiker wie Die schöne Helena von Jacques Offenbach und Johann Strauss’ Die Fledermaus werden ebenso zu erleben sein wie drei ganz unterschiedliche Berliner Operetten aus den 1930er Jahren: Paul Abrahams wilde Jazz-Operette Ball im Savoy, Oscar Straus’ musikalische Komödie Eine Frau, die weiß, was sie will! und Clivia, Nico Dostals Mix aus Hollywood und Südamerika mit den Geschwistern Pfister.

 

Mit der Premiere von Oscar Straus’ Eine Frau, die weiß, was sie will! am 30. Januar knüpft Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky´erneut an die Tradition der Komischen Oper Berlin an. Das Operettenschmuckstück feierte 1932 am selben Haus, damals das Metropol- Theater, mit Fritzi Massary in der Titelrolle seine umjubelte Uraufführung. Jetzt kehrt es als verrückte Tour de Force des Operetten-Dream-Teams Dagmar Manzel und Max Hopp zurück. In der Überarbeitung von Barrie Kosky als Zweipersonenstück spielen sich die beiden durch insgesamt 30 verschiedene Rollen.

 

Am 27. Januar lädt die Komische Oper Berlin nach der Vorstellung von Clivia zu später Stunde auf der Vorbühne zu einem Konzert der besonderen Art ein: Mit Farges mikh nit – vergiss mich nicht lassen die Sängerinnen Alma Sadé und Helene Schneiderman mit Barrie Kosky am Klavier am 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz eine vergessene Gattung wiederaufleben: das jiddische Theater. Seine Autoren und Komponisten emigrierten Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA, wo sie dem

noch in den Kinderschuhen steckenden amerikanischen Musical und der aus Europa importierten Operette ein drittes Genre gegenüberstellten. Ihre Lieder handeln nicht selten vom Exil, von Einsamkeit und Heimweh.

 

Das Operettenfestival an der Komischen Oper Berlin im Überblick:

 

Fr, 23. Jan | 19:30 Uhr

Die schöne Helena von Jacques Offenbach

Inszenierung: Barrie Kosky (2014)

 

Sa, 24. Jan | 19:30 Uhr

Ball im Savoy von Paul Abraham

Inszenierung: Barrie Kosky (2013)

 

So, 25. Jan | 18 Uhr

Die Fledermaus von Johann Strauss

Inszenierung: Andreas Homoki (2007)

 

Di, 27. Jan | 19 Uhr

Clivia von Nico Dostal

Inszenierung: Stefan Huber (2014)

23 Uhr

Farges Mikh Nit – Jiddische Operettenlieder

 

Mi, 28. Jan | 19:30 Uhr

Ball im Savoy von Paul Abraham

Inszenierung: Barrie Kosky (2013)

 

Do, 29. Jan | 19:30 Uhr

Die Fledermaus von Johann Strauss

Inszenierung: Andreas Homoki (2007)

 

Fr, 30. Jan | 19:30 Uhr

Eine Frau, die weiß, was sie will! von Oscar Straus

Inszenierung: Barrie Kosky (2015) – Premiere

 

So, 01. Feb | 18 Uhr

Die schöne Helena von Jacques Offenbach

Inszenierung: Barrie Kosky (2014)

 

Mo, 02. Feb | 19:30 Uhr

Clivia von Nico Dostal

Inszenierung: Stefan Huber (2014)

 

Di, 03. Feb | 19:30 Uhr

Ball im Savoy von Paul Abraham

Inszenierung: Barrie Kosky (2013)

 

Do, 05. Feb | 19:30 Uhr

Eine Frau, die weiß, was sie will! von Oscar Straus

Inszenierung: Barrie Kosky (2015)

 

Sa, 07. Feb | 19:30 Uhr

Ball im Savoy von Paul Abraham

Inszenierung: Barrie Kosky (2013)

 

So, 08. Feb | 18 Uhr

Eine Frau, die weiß, was sie will! von Oscar Straus

Inszenierung: Barrie Kosky (2015)

 

Karten

Kartentelefon (030) 47 99 74 00

Mo bis Sa: 9 bis 20 Uhr, So- und Feiertage: 14 bis 20 Uhr

karten@komische-oper-berlin.de

 

Zu den Stücken:

 

Die schöne Helena von Jacques Offenbach

Am Hof von Sparta langweilt sich Helena, ihres Zeichens schönste Frau der Welt, redlich mit ihrem Königsgatten Menelaus, als plötzlich ein rätselhafter – und verflixt attraktiver – Hirte auftaucht, der ordentlich Leben in die schnöde Gesellschaft bringt ... In der rasant-brillanten Antiken-Travestie von Jacques Offenbach wird der sogenannte gesunde Menschenverstand nach allen Regeln der Kunst aus den morschen Angeln gehoben.

 

Ball im Savoy von Paul Abraham

Die Jazz-Operette des jüdisch-ungarischen Komponisten Paul Abraham ist eine schillernde Revue rund um Liebe, Sex & Paso Doble. Unter der Oberfläche bürgerlicher Moral brodelt es gehörig. Nur im Tanz lässt der Druck sich entladen – beim feucht- fröhlichen Ball im Savoy!

 

Clivia von Nico Dostal

Die Geschwister Pfister in einer Operette, die ihr vergnügliches Spiel mit allerlei Klischees

treibt – von der Filmdiva bis zum Revolutionär aus Leidenschaft. Ein wilder Mix aus einem

ungleichen Liebespaar, einem zwielichtigen Filmproduzenten, einem verliebten rasenden

Reporter, tanzenden Amazonen und einem skurrilen Berliner Erfinder.

 

Die Fledermaus von Johann Strauss

Stefan Soltesz, österreichischer Dirigent ungarischer Herkunft, in den Opernhäusern und Konzertsälen ganz Europas zuhause, dirigiert die Operette der Operetten, das Meisterwerk des Walzerkönigs, voller Witz und Alberei und mit hinreißenden Melodien, die nie mehr vergisst, wer sie einmal gehört hat. Keiner ist hier, wer er vorgibt zu sein, keine tut, was sie vermeintlich tut, und keiner liebt, wen er vorgibt zu lieben. Und schuld daran ist nur der Champagner! – und dem kann man ja bekanntlich nicht

lange böse sein ...

 

Eine Frau, die weiß, was sie will! von Oscar Straus

Manon Cavallini ist eine von allen Männern umschwärmte Operettendiva. Auch Raoul Severac ist ihr erlegen – sehr zum Unmut der jungen Lucy, die Hals über Kopf in denJunggesellen verliebt ist. Sie bittet den Bühnenstar daher, Raoul ihr zu überlassen. Was sie nicht weiß: Manon ist ihre Mutter! Äußerst verzwickte Familienverhältnisse also: Wen wundert es da noch, dass hier der Backfisch Lucy von Max Hopp verkörpert wird – und Dagmar Manzel nicht nur Manon, sondern auch gleich

deren zahlreiche Fans und Verehrer spielt? Der Wiener Oscar Straus, in den 1920er und 30er Jahren einer der bekanntesten Operetten- und Filmkomponisten, schuf in seiner Operette neben flotten Märschen und stürmischen Walzern so unvergleichliche Chansons wie »Die Sache, die sich Liebe nennt«

und »Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?«

 

www.komische-oper-berlin.

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