Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG von Heinrich von Kleist im Heizhaus AltenburgPRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG von Heinrich von Kleist im Heizhaus AltenburgPRINZ FRIEDRICH VON...

PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG von Heinrich von Kleist im Heizhaus Altenburg

Premiere am 24. Oktober 2009 um 19.30 Uhr

 

Was ist los mit dem erfolgreichen, ehrgeizigen Prinz? Nicht bei der Sondierung des Kriegsgebietes ist er zu finden, sondern schlafwandelnd im Garten mit einem Lorbeer in der Hand.

Die Realität ist ihm zugunsten von Stille und Traum abhanden gekommen. Was ist zu tun? Der Kurfürst, Graf Hohenzollern und auch Natalie sind die Beobachter aus einer anderen Welt, die für den Prinzen in die Ferne gerückt ist. Traum und Wirklichkeit vermischen sich, und verwirren ihn. Als sie wieder da ist, die Realität, und damit der Zwang des Funktionierens, versucht der Prinz ein angepasstes Verhalten, nur um dies gleich wieder zu brechen. Gegen die Order greift er zu früh in das Kriegsgeschehen ein, und obwohl die Schlacht gewonnen ist, wird er vom Kurfürsten für die Missachtung seines Befehls zum Tode verurteilt.

 

Der Prinz kämpft zwischen ungestümem Lebensdrang und Realitätsverlust das schmerzhafte Gefecht der Selbstbehauptung.

 

Wie nah Kleist 1810 mit diesem Porträt eines hohen Offiziers einer gefährlichen Systemkritik kam, beweist das Aufführungsverbot bis zur Uraufführung 1821. Der Prinz Friedrich von Homburg ist ein hochaktuelles Stück, da es um den Preis geht, den man zahlt, wenn die eigenen Wünsche und Träume mit der Wirklichkeit kollidieren.

 

Der 1964 in Heidelberg geborene Regisseur Clemens Bechtel, mit dem Friedrich-Luft-Preis für seine Uraufführungsproduktion „Staats-Sicherheiten“ als „beste Aufführung 2008 in Berlin und Potsdam" ausgezeichnet, inszeniert Kleists Drama in einer von Fassung von Chefdramaturgin Anne-Sylvie König. Bühne und Kostüme: Till Kuhnert.

 

Drei neue Schauspieler des Ensembles stellen sich in dieser Arbeit in großen Rollen vor, komplettiert durch das langjährige Ensemblemitglied Peter Prautsch.

 

Es spielen Matthias Ransberger (Prinz Friedrich Arthur von Homburg), Peter Prautsch (Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg), Vanessa Rose (Prinzessin Natalie von Oranien) und David Lukowczyk (Graf Hohenzollern).

 

Die Geraer Premiere folgt am 12. Dezember 2009 in der Bühne am Park.

 

Matinee am Sonntag, 18. Oktober, um 12.00 Uhr im Foyer 1. Rang des Landestheaters Altenburg – Eintritt frei!

 

Natürlich sind auch die Aufführungen „Prinz Friedrich von Homburg“ in der Flatrate inbegriffen. Mit der Flatrate-Karte für 88,88 Euro kann man sämtliche Vorstellungen und Konzerte einer Spielzeit in den kleinen Spielstätten besuchen.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑