Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Puccinis „La Bohème“ in der Deutschen Oper am RheinPuccinis „La Bohème“ in der Deutschen Oper am RheinPuccinis „La Bohème“ in...

Puccinis „La Bohème“ in der Deutschen Oper am Rhein

Premiere Fr 10.12.2010, 19.30 Uhr im Theater Duisburg

 

„Ich will die Welt zum Weinen bringen.“ Mit „La Bohème“ ist dies Giacomo Puccini (1858–1924) zweifellos gelungen.

Denn wer wäre nicht gerührt von dem Schluss der Oper, von dem verklärten Abschiednehmen zweier Liebender, von der Macht der Empfindungen, die erst im Wissen um die Vergänglichkeit ihre heftigste Wirkung entfaltet. Dieses Schwelgen in Gefühlen lässt leicht vergessen, dass ihr eigentlicher Nährboden das Elend ist. Denn der Dichter Rodolfo und seine Freunde sind Bohèmiens, Angehörige eines Künstlerproletariats, das in der Realität wie in der Literatur von Erfolg träumte und dabei nicht selten in seinen Dachkammern erfror, an Alkohol, Morphium oder Krankheit zu Grunde ging oder von einem Ausbruch in höhere Sphären nicht zurückkehrte.

 

Was aus diesen Randexistenzen romantische Kunstfiguren macht, ist vor allem die Liebe, die sie für kurze Zeit erhitzt und danach verzehrt. Und so haben Puccini und seine Librettisten aus Henri Murgers „Scènes de la Vie de Bohème“ eine Geschichte herausgelesen, die so nicht vorgegeben war. Die Liebe zwischen dem schwärmerischen Rodolfo und der unheilbar kranken Mimì wurde zum eigentlichen Thema der Oper und sicherte ihr den Erfolg.

 

„La Bohème“ ist nach „Madama Butterfly“ eine weitere Produktion aus dem vielbeachteten Puccini-Zyklus von Robert Carsen, mit dem der kanadische Regisseur in den 90er Jahren an der Flämischen Oper in Antwerpen und Gent Furore machte.

 

Libretto von G. Giocosa und L. Illica nach dem Roman „Scènes de la Vie de Bohème“ von Henri Murger

 

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung Giordano Bellincampi

Inszenierung Robert Carsen

Bühne und Kostüme Michael Levine

Spielleitung Frans Willem de Haas

Chorleitung Christoph Kurig

Chorleitung Kinderchor Petra Verhoeven

Dramaturgie Ian Burton

Choreografie Michael Popper

 

Rodolfo Mikhail Agafonov

Schaunard Daniel Djambazian

Marcello James Bobby

Colline Günes Gürle

Benoit Peter Nikolaus Kante

Mimi Grazia Doronzio

Musetta Christina Dietzsch

Alcindoro Peter Nikolaus Kante

Parpignol Shin-Deock Kang

Zöllner Franz-Martin Preihs

Kinderchor Kinderchor St. Remigius

Orchester Duisburger Philharmoniker

 

Di | 14.12. | 19:30

 

Di | 21.12. | 19:30

 

Mi | 29.12. | 19:30

 

Januar 2011

Do | 06.01. | 19:30

 

Sa | 08.01. | 19:30

 

 

Opernhaus Düsseldorf

Januar 2011

Fr | 14.01. | 19:30

 

Do | 20.01. | 19:30

 

Theater Duisburg

März 2011

Fr | 04.03. | 19:30

 

Di | 08.03. | 19:30

 

 

Opernhaus Düsseldorf

März 2011

Fr | 18.03. | 19:30

 

Mai 2011

Mi | 04.05. | 19:30

 

Juni 2011

Mo | 13.06. | 19:30

 

So | 19.06. | 18:30

 

Mi | 29.06. | 19:30

 

Juli 2011

Sa | 09.07. | 20:00

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑