Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
RIGOLETTO - Tragische Oper von Giuseppe Verdi - STAATSTHEATER KASSELRIGOLETTO - Tragische Oper von Giuseppe Verdi - STAATSTHEATER KASSELRIGOLETTO - Tragische...

RIGOLETTO - Tragische Oper von Giuseppe Verdi - STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 5. Juli 2014, 19.30 Uhr, Opernhaus. -----

Am Hofe des Herzogs von Mantua reizt Rigoletto seine »Narrenfreiheit« weidlich aus: Seinen leichtlebigen Herrn versorgt er mit schönen Frauen, während er seine Tochter Gilda von der Außenwelt abschirmt.

Einerseits überhäuft er die Mitglieder der dekadenten Adelsgesellschaft mit Spott und Sarkasmus, andererseits verschwendet er keinen Gedanken daran, dass der Zorn, den er damit herausfordert, ihn selbst treffen könne.

 

Die Rache aber ereilt Rigoletto auf die fürchterlichste Weise, als Gilda entführt und dem Herzog ausgeliefert wird. In blindem Hass dingt Rigoletto nun einen Mörder. Dass dieser bestechlich ist, wird dem Vater zum Verhängnis: Nicht der Herzog, sondern Gilda ist das Opfer.

 

Verdi gelangte mit seinem RIGOLETTO nach LE ROI S’AMUSE von Victor Hugo 1851 zu internationalem Ruhm, gleichwohl das grausame Sittengemälde, das diese Oper abbildet, Zensur provozierte. Regisseurin Sonja Trebes sieht in Rigoletto heute einen vom Schicksal verfolgten Menschen, der keine Erlösung findet. Denn mit dem Tode Gildas scheint sich Rigolettos Geschichte zu wiederholen. Wie in einem Labyrinth irrt Rigoletto umher, heimgesucht von einem Fluch. Verdi hat ihn komponiert: Er verfolgt den Narren bis zum bitteren Ende.

 

Text: Francesco Maria Piave

 

– In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln –

 

Musikalische Leitung: Yoel Gamzou,

Inszenierung: Sonja Trebes,

Bühne: Etienne Pluss,

Kostüme: Sabine Böing,

Dramaturgie: Ursula Benzing,

Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

 

Mit Philipp Heo (als Gast) / Paulo Paolillo (Herzog von Mantua), Stefan Adam (als Gast) / Marian Pop (Rigoletto), Lin Lin Fan / Bénédicte Tauran (Gilda, dessen Tochter), Marc-Olivier Oetterli (Graf von Monterone), Abraham Singer (Graf von Ceprano), Ani Yorentz (Die Gräfin, seine Gemahlin), Hansung Yoo (Marullo), Bassem Alkhouri (Borsa, Höfling), Hee Saup Yoon (Sparafucile), Belinda Williams / Maren Engelhardt (Maddalena, seine Schwester) u.a.m.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑