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Schauspiel Essen: Die Inszenierung "Früchte des Zorns" John Steinbecks Roman kommt vorab als Internet-Stream

21. und 30. Mai sowie am 6., 11. und 18. Juni, jeweils ab 19:00 Uhr für jeweils 24 Stunden auf dem Streaming-Portal www.dringeblieben.de

Eigentlich war die Premiere von Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung „Früchte des Zorns“ für Ende April 2021 im Essener Grillo-Theater geplant. Wegen des anhaltenden Pandemiegeschehens kann sie letztendlich nicht live über die Grillo-Bühne gehen und wird in die nächste Spielzeit verschoben. Damit die Zuschauerinnen und Zuschauer aber nicht ganz auf die Aufführung in dieser Saison verzichten müssen, hat sich das Team des Schauspiel Essen dazu entschieden, das Stück nach John Steinbecks berühmten Roman als Stream vorab im Internet zu zeigen.

 

Copyright: Martin Kaufhold

Die Inszenierung wurde zum Abschluss der Probenzeit im Grillo-Theater aufgezeichnet und wird am 21. und 30. Mai sowie am 6., 11. und 18. Juni, jeweils ab 19:00 Uhr für jeweils 24 Stunden auf dem Streaming-Portal www.dringeblieben.de zu sehen sein.

John Steinbecks Roman „Früchte des Zorns“ spielt im Amerika der 1930er Jahre: Nach Dürre und Missernten ziehen die Farmer Oklahomas zu hunderttausenden heimat- und mittellos in den vermeintlich goldenen Westen. Doch statt Arbeit und Wohlstand erwarten die sogenannten „Okies“ Hass und Ausgrenzung der Einheimischen. Unter den Schutzsuchenden befindet sich die Familie Joad. Zunächst optimistisch, dann immer verzweifelter kämpfen die Joads um Würde, persönliches Glück und den Zusammenhalt der Familie.

Vor dem konkreten historischen Hintergrund beschreibt Steinbeck in seinem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Epos die großen und zeitlosen Themen einer Welt, die immer schon von Migration und sozialer Ungleichheit geprägt ist. „Früchte des Zorns“ porträtiert die Ankommenden und die bereits Dagewesenen und fragt uns auch im Heute: Sind wir tatsächlich bereit zu teilen? Und wie zynisch ist es, von „westlichen Werten“ angesichts der Gewalt an „sicheren Außengrenzen“ zu sprechen?

Es spielen in der von der GENO BANK Essen geförderten Inszenierung Dennis Bodenbinder, Thomas Büchel, Lene Dax, Alexey Ekimov, Ines Krug, Stefan Migge, Jan Pröhl, Sven Seeburg, und Silvia Weiskopf. Bühne: Thilo Reuther, Kostüme: Pia Maria Mackert, Videografie: Alexandra Costa Pinto, Maske: Karola Baumgart, Dramaturgie: Simon Meienreis

 Die Aufführung dauert 90 Minuten. Um sich den kostenfreien Stream anzusehen, reicht für die Zuschauerinnen und Zuschauer eine Registrierung mit ihrer E-Mail-Adresse auf www.dringeblieben.de. Sie bekommen dann per E-Mail einen Code zugeschickt, mit dem sie sich zum gewünschten Termin die Vorstellung kostenlos und bequem zuhause ansehen können.

Weitere Informationen und die direkte Verlinkung zum Streamingportal auf www.schauspiel-essen.de

 

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