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schauspielhannover: "Die Geierwally"

Premiere am 16. Januar um 19.30 Uhr im Ballhof zwei

Volksstück aus den Tiroler Bergen nach dem Roman von Wilhelmine von Hillern

 

Keiner der Männer im Dorf besitzt den Mut, die steile Felswand

hinunterzuklettern, um die junge Brut aus einem Geiernest zu holen bevor sie alt genug ist, Schafe zu reißen.

 

Nur Wally Strominger, die Tochter des reichsten Bauern im Tal, erklärt sich zu dieser waghalsigen Tat bereit. Der Vater ist stolz auf sein einziges Kind, das er seit dem Tod der Mutter eher wie einen Jungen als wie ein Mädchen aufgezogen hat. Bloß mit einem Seil gesichert klettert Wally die schroffe Wand hinab und im blutigen Zweikampf mit dem Muttertier raubt sie das Junge aus dem Nest. Der junge Geier wird zu ihrem ständigen Begleiter und trägt ihr den Namen Geierwally ein. Als aber der alte Strominger seiner Tochter die Liebe zum Jäger Josef Hager, genannt Bärenjosef, verbietet und sie mit einem Mann seiner Wahl verheiraten will, kommt es zum Bruch zwischen dem sturen Vater und seiner nicht weniger starrköpfigen Tochter. Der Strominger versucht mit allen Mitteln ihren Willen zu brechen. Doch Wally bleibt unbeugsam.

 

Wilhelmine von Hillern erzählt in ihrem Roman von einer willensstarken Frau,

die sich ihr Recht auf Selbstbestimmung – ohne Rücksicht auf Verluste – hart

erkämpft. Eine junge Frau, die sich im Kampf um ihre Liebe gegen

patriarchalische Zwänge zur Wehr setzt und sich weigert, weibliche

Rollenklischees zu erfüllen. In »Die Geierwally« wird außerdem eine

Gesellschaft gezeigt, die beherrscht wird von ihrer Unfähigkeit zu

kommunizieren und dem beharrlichen Festhalten an vorgefassten Meinungen.

 

Für alle ab 15

 

Mit Mohamed Achour, Esther-Maria Barth, Ernst-Erich Buder, Natalie Hanslik,

Thomas Jansen, Christian Lemperle, Wolf List, Sven Mattke, Nicola Schößler

Regie Heidelinde Leutgöb

Bühne und Kostüme Renate Schuler

Musik TAMTAM – Sam Auinger + Hannes Strobl

Dramaturgie Sonja Fröhlich

 

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