Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Schlosstheater Moers: "Das Leben ist Traum" von Pedro Calderón de la BarcaSchlosstheater Moers: "Das Leben ist Traum" von Pedro Calderón de la BarcaSchlosstheater Moers:...

Schlosstheater Moers: "Das Leben ist Traum" von Pedro Calderón de la Barca

Premiere 29.01.2009 19:30 Uhr Theaterhalle am Solimare

 

„Das Leben ist Traum und die Welt ist Theater“ – In dieser Formel lässt sich das Zeitalter des Barock emblematisch fassen.

Ununterscheidbar fallen Schein und Sein, Wirklichkeit und Traum in eins, Realität und Virtualität sind unauflöslich ineinander verwoben. Das berühmte Welttheater des Barock nimmt hier seinen Ausgang. Wo sich die Menschen und Dinge nie anders als im Modus des Scheins präsentieren, da wird die gesamte Welt zum Theater, zum Spiel, zu einer Bühne ohne Ausgang.

 

Auf einer solchen Bühne spielt eines der berühmtesten Barockdramen der europäischen Literatur: Calderóns „Das Leben ist Traum“ aus dem Jahre 1635, mitten im Dreißigjährigen Krieg verfasst, fragt nach den Strukturen von Macht, Herrschaft und Identität in einer Welt, deren Wahrheit Fiktion ist. In der üppigen Verssprache des Barock entfaltet Calderón mit theatraler Wucht und philosophischer Komik eine Dramaturgie der Täuschungen und Spiegelungen, in der Sigismund, der verbannte Sohn des Königs von Polen, gleichzeitig zum Tyrann und zum Märtyrer einer Herrschaftsordnung wird, die selbst auf dem Spiel steht.

 

Im Strudel der Perspektiven wird dabei eine Frage unausweichlich: Wenn zwischen Schlafen und Wachen, Tod und Leben, Traum und Realität nicht mehr sinnvoll unterschieden werden kann, was sind dann die Grundlagen unserer Existenz?

 

Inszenierung

Nada Kokotovic

Bühne

Nada Kokotovic

Dramaturgie

Fabian Lettow

 

Schauspielensemble

 

Angelika Baumgartner, Joachim Berger, Natalie Forester, Ekkehard Freye, Bastian Heidenreich, Christian Higer, Frank Wickermann

 

Termine:

 

31.01.2009 19:30 Uhr

01.02.2009 18:00 Uhr

07.02.2009 19:30 Uhr

08.02.2009 18:00 Uhr

25.02.2009 19:30 Uhr

26.02.2009 19:30 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑