Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
«Schwanensee» eröffnet die Ballettsaison im Stadttheater Bremerhaven«Schwanensee» eröffnet die Ballettsaison im Stadttheater Bremerhaven«Schwanensee» eröffnet...

«Schwanensee» eröffnet die Ballettsaison im Stadttheater Bremerhaven

Premiere: 6. Oktober 2012, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

Im Sommer 1875 bekam Tschaikowsky den langersehnte Auftrag für sein erstes Ballett. Das kaiserliche Theater Moskau bot dem Komponisten für 800 Rubel an, ein „Schwanensee“-Ballett zu komponieren.

Als Vorbild schwebte Tschaikowsky Adolphe Adams Ballett «Giselle» vor, in dessen Musik das Phantastische und das Lyrische eng verknüpft sind. Er wollte, dass Ballettmusik nicht nur als angewandte Musik aufzufassen sei, die lediglich der Begleitung von Tanznummern dient, sondern er wollte ihr neuen, dramaturgisch begründeten Sinn verleihen. So führt uns der Komponist bereits mit den ersten Klängen der Orchestereinleitung in die Atmosphäre des lyrischen Dramas ein. Das musikalische Hauptthema – ein wahrer Schwanengesang! – ist eine schöne, zarte und beseelte Melodie, die alles einschließt, was «Schwanensee» ausmacht: drängendes Verlangen, bebende Angst und drückender Schmerz.

 

Die epochemachende Einstudierung am Mariinski-Theater in Petersburg hatte von 1895 dient bis heute als Modell für viele Choreographen. Aber der Standpunkt der Betrachtung wechselt von Interpretation zu Interpretation: Mal ist es eine anrührende Liebesgeschichte oder eine grandiose Darstellung von Gut und Böse. Mal eine Romanze, mal eine klassische Tragödie. In welcher Deutung auch immer, «Schwanensee» ist und bleibt ein Mythos.

 

Sergei Vanaev kreiert in seiner Interpretation ein Machtspiel um den Thron nach Vorbild Machiavellis. Der zweitgeborene Prinz neidet seinem älteren Bruder die Thronfolge und ersinnt eine Intrige, als er entdeckt, dass dieser etwas „Anderes“, „Fremdes“ an sich hat.

 

Schwanensee

Ballett von Sergei Vanaev

Musik von Peter I. Tschaikowsky

 

Musikalische Leitung Stephan Tetzlaff

Choreographie & Inszenierung Sergei Vanaev

Bühne Johannes Bluth

Kostüme Sergei Vanaev

Dramaturgie Juliane Piontek

Choreographische Assistenz Wen-Hua Chang, Vladimir Liakine

Inspizienz Diana Berrett

 

Königin Luisa Poletti

Prinz Siegfried, ihr erstgeborener Sohn Jose Martinez Grau

Prinz Henry, ihr zweitgeborener Sohn Jason Franklin

Hauptmann der königlichen Garde Michael Scicluna

Hofnarr Kai Braithwaite

Odile, ein schwarzer Schwan Maria Hoshi

Hofdamen Natalie Hona, Maria Hoshi, Lidia Melnikova, Andrea Salazar, Elizabeth Towles

Schutzgeist des Sees Oleksandr Shyryayev

Odette, ein weißer Schwan Elizabeth Towles

Schwäne Natalie Hona, Lidia Melnikova, Andrea Salazar

Statisterie

 

Städtisches Orchester Bremerhaven

 

Weitere Vorstellungen: 20. Okt.; 10., 21. Nov.; 1., 12., 28., 30. Dez.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑