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Schweizer Erstaufführung: MEDEA, Schauspiel von Kate Mulvany und Anne-Louise Sarks nach Euripides im Theater Basel

Premieren SA 21. April 2018, 20 Uhr & SO 22. April 2018, 19 Uhr, Kleine Bühne

Seit Euripides ist der «Mythos Medea» immer wieder neu und anders erzählt worden. Kaum eine dieser Interpretationen ist so eigenständig wie die der beiden jungen Australierinnen Anne-Louise Sarks und Kate Mulvany. Radikal wechseln sie die Erzählperspektive: Bei ihnen ist es nicht die Titelfigur, die die Zuschauer_innen durch die Handlung führt, sondern es sind ihre beiden kleinen Söhne. Eingeschlossen in ihrem Kinderzimmer, in dem das Publikum Platz nimmt, machen sie das, was alle Jungs in ihrem Alter machen. Sie spielen, zanken und versöhnen sich, während sie nur darauf warten, dass der Ehestreit ihrer Eltern beigelegt wird und der Familienfrieden endlich wieder einkehrt.

 

 

 

 

Aber obwohl die Mutter dann und wann hineinschaut und die beiden zu beruhigen versucht, ist klar: Die Zeit der Unbekümmertheit ist vorbei und die beiden Jungen werden Teil einer monströsen Tragödie.

Anne-Louise Sarks’ «Medea»-Adaption entstand zunächst in Sydney. Nun wird sie ihr Konzept für Basel neu überarbeiten und damit zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum Regie führen. Das Theater Basel setzt mit dieser Inszenierung seine intensive Beschäftigung mit antiken Mythen fort.

Aus dem Englischen von Almut Wagner

Inszenierung: Anne-Louise Sarks,
Bühne & Kostüme: Mel Page,
Musik: Stefan Gregory

Mit: Jacob Baumann/Florian Guntrum, Itamar Mangold/Nils Treuer und Barbara Horvath

Bild: Euripides

 

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