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Schweizer Ersttaufführung im Theater Chur: PIERROT HAT GENUG - SCHÖNBERG – NONO – BACH

Ein musiktheatralischer Abend von PETER KONWITSCHNY

Am 29. & 30. OKT 2010 um 20 UHR

 

Peter Konwitschny, einer der bedeutendsten Opernregisseure, mehrfach als Regisseur des Jahres ausgezeichnet, kreiert für das Theater Chur einen neuen dreiteiligen Musiktheater-Abend aus kammermusikalischen Inszenierungen der letzten zwei Jahre als Chefregisseur der Oper Leipzig.

Konwitschny kombiniert in ingeniöser Weise Arnold Schönbergs berühmtes

Monodram PIERROT LUNAIRE mit Luigi Nonos Revolutionsminiatur LA FABRICCA ILLUMINATA und Johann Sebastian Bachs Ausnahmekantate ICH HABE GENUG.

 

Die drei so unterschiedlichen und doch im Geiste miteinander verwandten Werke für Solostimme und Kammerensemble oder elektronische Musik sind drei grosse musikalische Monologe zwischen Moderne und Barock: Drei Figuren, die erste vereinsamt, poetisch und stark, die zweite politisch aufbegehrend und die dritte resigniert, fügen sich zu drei möglichen Stationen einer modernen Biographie.

 

Young Hee Kim als Pierrot Lunaire und Sigune von Osten sind die

Protagonistinnen in den zwei wegweisenden Werken des 20. Jahrhunderts von

Arnold Schönberg und Luigi Nono. Dietrich Henschel, international renommierter Sänger des Bariton-Faches, verkörpert in ICH HABE GENUG den rastlos geplagten Erfolgsmenschen, der seine Grenzen überschreitet.

 

PIERROT HAT GENUG ist die erste szenische Koproduktion des Theater Chur mit der Kammerphilharmonie Graubünden unter der musikalischen Leitung von Sebastian Tewinkel im Rahmen unseres Festivals WELT IN CHUR.

 

«Pierrot mit der Träne, lächelnd, heimatlos, ausgeliehen aus einem anderen

Jahrhundert. 1912 ist die Uraufführung, mitten im Zusammenbruch aller klassischen Systeme. Das Abendland geht unter... Auch vor 100 Jahren: Schönbergs Befreiung des Klangs ins Bodenlose. Die Inszenierung versteht sich als versuchte Erdung dieser sich tarnenden Schreie aus Worten und Tönen. Als Erdung ins Politische im Sinne der Polis, ins Soziale, ins Menschliche und damit ins Nachvollziehbare.»

(Peter Konwitschny)

 

Ein musiktheatralischer Abend von PETER KONWITSCHNY

mit YOUNG HEE KIM, SIGUNE VON OSTEN,

DIETRICH HENSCHEL und der KAMMERPHILHARMONIE GRAUBÜNDEN

 

Arnold Schönberg, PIERROT LUNAIRE, Op. 21 (1912)

Monodram für Stimme und Ensemble

Mit: Young Hee Kim (Sopran), Kammerphilharmonie Graubünden

Leitung: Sebastian Tewinkel

 

Luigi Nono, LA FABBRICA ILLUMINATA, für Sopran und Tonband (1964)

Text von Giuliano Scabia und Cesare Pavese

Mit: Sigune von Osten (Sopran)

Tonaufnahme des Studio di fonologia der RAI Mailand

(unter Einbeziehung von Aufnahmen mit dem Chor der RAI Mailand, Leitung: Giulio Bertola)

 

Johann Sebastian Bach, ICH HABE GENUG, Kantate BWV 82 (1727)

Mit: Dietrich Henschel (Bariton), Kammerphilharmonie Graubünden

Regie: Peter Konwitschny

Koproduktion: Theater Chur und Kammerphilharmonie Graubünden

 

 

 

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