Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Sein oder Nichtsein" von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch im Münchner Volkstheater "Sein oder Nichtsein" von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch im... "Sein oder Nichtsein"...

"Sein oder Nichtsein" von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch im Münchner Volkstheater

Premiere am 24. September 2015. -----

Europa 1939. Im von deutschen Truppen besetzten Warschau schließt sich eine Gruppe renommierter Shakespeare-Darsteller der Widerstandsbewegung an. Der nach London geflüchtete polnische Leutnant Sobinski bringt versehentlich einen Nazi-Spion auf die Fährte der Truppe.

Um einer Verhaftung zu entgehen, hecken die Schauspieler einen tollkühnen Plan aus, um den Spion, die deutsche Gestapo und schließlich sogar Adolf Hitler höchstpersönlich nach allen Regeln der (Schauspiel-)Kunst an der Nase herumzuführen. Nur: Wer macht die bessere Inszenierung; die Nazis oder ihre Parodie? Das dümmliche Original oder seine blödelnde Adaption? Muss der Witz die Realität übertreffen, damit die Künstler am Ende überleben?

 

Nick Whitby, geboren 1963 in London, studierte englische Literatur an der University of Oxford. Im Jahr 2008 wurde Whitbys Stück „Sein oder Nichtsein“, eine Adaption des Films „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch, am Broadway uraufgeführt.

 

Ernst Lubitsch (1892-1947) war ein deutsch-US-amerikanischer Filmregisseur, der erst in Deutschland später in Hollywood tätig war. 1942 drehte er seinen heute noch bekanntesten Film, die Nazi-Parodie „Sein oder Nichtsein“. Kurz vor seinem Tod erhielt Lubitsch einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

 

Mina Salehpour wurde 1985 in Teheran/Iran geboren. Sie arbeitet als freie Regisseurin. Am Schauspiel Frankfurt inszenierte sie 2009 die Uraufführung von „Heute bin ich blond“ nach dem Roman von Sophie van der Stap, das zum Black Box Festival 2010 eingeladen wurde. Am Schauspiel Hannover brachte sie „Invasion!“ von Jonas Hassen Khemiri auf die Bühne, das zum Kaltstart Festival Hamburg eingeladen wurde und inszenierte „Fatima“ von Atiha Sen Gupta, das in dieser Inszenierung den JugendStückePreis des Heidelberger Stückemarktes 2012 gewann. Die Gesellschaft der Freunde des Hannoverschen Schauspielhauses ehrte Mina Salehpour für diese Inszenierung mit dem Nachwuchspreis für beste Regie. Für ihre Inszenierung von „Über Jungs“ am Grips Theater in Berlin erhielt sie vor kurzem den bedeutendsten deutschen Theaterpreis DER FAUST. „Sein oder Nichtsein“ ist ihre erste Arbeit am Münchner Volkstheater.

 

Regie: Mina Salehpour

Bühne: Jorge Enruiqe Caro

Kostüme: Maria Anderski

 

Mit: Miguel Abrantes Ostrowski, Pascal Fligg, Jakob Geßner, Christoph Müller, Jonathan Müller, Oliver Möller, Leon Pfannenmüller, Mehmet Sözer, Magdalena Wiedenhofer und Mara Widmann.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑