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Staatstheater Darmstadt: "Mein Kampf" von George Tabori

Premiere am 25. September 2009 | 20 Uhr | Kammerspiele

 

Mit groteskem, doppelbödigem Witz, ohne moralisierend und anklagend zu werden, seziert Tabori die banalen, schrecklich-normalen Mechanismen, Gründe und Pathologien, die zu Weltkrieg und Holocaust führten: Wie kann aus der Normalität die Zerstörung entstehen?

Wien am Vorabend des Ersten Weltkriegs: In Frau Merschmeyers Männerheim leben Schlomo Herzl, seines Zeichens Buchhändler, sowie der Koch Lobkowitz einträchtig nebeneinander. Seit Jahren beschäftigen sich die beiden mit einem skurrilen Rollenspiel: Lobkowitz ist Gott, der Herr, erlässt Gebote und optimiert die Schöpfung. Sein unfolgsamer Knecht Schlomo dagegen wird gestraft. Plötzlich stört ein mittelloser, leicht verwirrter junger Mann aus Braunau die traute Zweisamkeit: Adolf Hitler. Von der Kunstakademie abgewiesen, wird der orientierungslose Provinzler schnell zum Ziehsohn der beiden ihn fürsorglich ummutternden Juden. Sein Welt- und Menschenbild, seine Rhetorik und auch sein Bart entstehen unter Schlomo Herzls aufopferungsvoller Obhut …

 

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch

 

Mit Gabriele Drechsel, Diana Wolf | Harald Schneider, Tom Wild, Klaus Ziemann, Uwe Zerwer

 

Weitere Vorstellungen 2., 18. und 28. Oktober | 20 Uhr | Kammerspiele

9. und 22. November | 20 Uhr | Kammerspiele

 

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