HomeBeiträge
Ernst Tollers »Hoppla, wir leben!«, Politische Revue im Nationaltheater Mannheim Ernst Tollers »Hoppla, wir leben!«, Politische Revue im Nationaltheater... Ernst Tollers »Hoppla,...

Ernst Tollers »Hoppla, wir leben!«, Politische Revue im Nationaltheater Mannheim

Premiere Samstag, 27. April 2019 um 20 Uhr im Schauspielhaus

1927. Acht Jahre nach der gescheiterten Revolution in Deutschland wird Karl Thomas aus der Psychiatrie entlassen. Die Welt hat sich weitergedreht, nur für Karl ist der Aufstand noch nicht vorbei. Aber sein Idealismus interessiert niemanden mehr. Hin- und hergerissen zwischen Resignation und Wut will Karl die Ungerechtigkeiten des Systems nicht hinnehmen.

 

Er plant ein Attentat auf den Wirtschaftsminister Kilman, einen ehemaligen Mitstreiter, der in der Zwischenzeit durch Verrat vom Revolutionär zum erfolgreichen Politiker aufgestiegen ist. Nur mit den Faschisten hat er nicht gerechnet: Karl gerät zwischen die Fronten der politischen Lager.

In seinem von ihm selbst als »politische Revue« bezeichneten Stück von 1927 nimmt Ernst Toller, ein Weggefährte von Erwin Piscator, die krisengeschüttelte Weimarer Republik scharf und humorvoll zugleich in den Blick.

Regisseurin Katrin Plötner bezieht das Stück auf unsere Gegenwart, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht und die politischen Gräben tiefer werden. Katrin Plötner inszenierte unter anderem am Münchner Residenztheater, am Schauspiel Frankfurt und am Staatstheater Darmstadt.

    Regie: Katrin Plötner    
    Bühne: Daniel Wollenzin    
    Kostüme: Lili Wanner    
    Musik: Markus Steinkellner    
    Licht: Damian Chmielarz    
    Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer   

    Eva Berg, Lotte Kilman u. a.: Franziska Beyer (Gast)    
    Professor Lüdin, Grete u. a.: Nancy Mensah-Offei    
    Frau Meller, Frau Kilman u. a.: Ragna Pitoll    
    Albert Kroll u. a.: László Branko Breiding    
    Graf Lande u. a.: Eddie Irle    
    Kriegsminister Baron Friedrich, Oberkellner u. a.: Jacques Malan    
    Karl Thomas: Arash Nayebbandi    
    Rand, Bankier u. a.: Nicolas Fethi Türksever    
    Wilhelm Kilman u. a.: Martin Weigel   

Das Bild zeigt Ernst Roller

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑