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Staatstheater Mainz: Carl Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick"

Premiere am 21. April 2007 um 19.30 Uhr im Großen Haus.

 

“Det is wie wennse ne Laus uff ne Glasscheibe setzen. Da kannse nu krabbeln und krabbeln un rutscht ejal immer wieder runter.”

Deutschland im Wilhelminismus: Die Menschen begeistern sich für den Kaiser, für das Militär und für die Obrigkeit. Das Glänzen frisch gewichster Stiefel lässt Herzen höher schlagen. Kleider – Uniformen! – machen Leute. Und wehe dem, der sozial abrutscht. Wer Arbeit sucht, erhält diese bei Vorlage einer Aufenthaltserlaubnis, und eine Aufenthaltserlaubnis erhält, wer eine Arbeitsstelle nachweist. Ein Teufelskreis. Der Schuster Wilhelm Voigt hat für Jugendsünden eine Haftstrafe abgesessen und versucht nun, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Sein ersehntes Ziel erreicht er erst in einer ergaunerten Uniform: die bürokratisch abgesegnete und vor allem abgestempelte bürgerliche Legitimation seines Lebens. Höchste Zeit für eine “Köpenickiade” in einer Welt, in der die Gefahr, durchs soziale Netz zu fallen, nicht geringer geworden ist, der Einzelne immer isolierter in einer “fremden” Gesellschaft steht.

 

Der rheinhessische Autor Carl Zuckmayer kehrt zurück auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters: mit seinem wohl populärsten Werk, in der Neuinszenierung von Jürgen Bosse.

 

Weitere Vorstellungen am 26. und 28. April und am 2., 19. und 28. Mai.

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