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Strassentheaterfestival Görlitz/Zgorzelec

Zum 15. Internationalen Straßentheaterfestival Görlitz/Zgorzelec wird zum ersten Mal eine Indoor Veranstaltung stattfinden, für die Karten erworben werden können.

Die Kompanie HeadFeedHands zeigt am Freitag, den 07. August 2009 um 19:30 Uhr sowie am Samstag, den 08. August 2009 um 22:30 Uhr ihre Produktion "Fischen ohne Helm".

 

 

HeadFeedHands besteht aus sechs Künstlern, die seit 2006 zusammen aktiv sind und sich selbst als Vertreter des Neuen Zirkus ansehen. Eine noch junge Kunstform, die jegliche Spartenbarrieren sprengt, sich alles erlaubt ohne sich festzulegen: ein Gemisch aus Tanz, Theater, Zirkus, Artistik und Parcours, entgegen aller Konvention.

 

In dem Stück Fischen ohne Helm wird Slapstick zu Artistik, Clownerie zu einem wundersamen Stummfilm und poetische Kontaktimprovisation entwickelt sich zur wilden Jonglage. Ein Stück voller Emotionalität und Poesie, doch auch mit einer gehörigen Portion schrägen Humor, möglich gemacht durch die Individualität wie Originalität der Darsteller.

 

Von konservativ vertrauter Blümchentapete umgeben, in einem Raum der Platz für eine Badewanne und einen Schreibtisch hergibt, treffen sich fünf Geschwister wieder, die bisher ihren eigenen Lebensweg eingeschlagen haben. Sie streiten und lachen, kampeln, schmollen, necken und versöhnen sich. Trotzdem jeder von ihnen das wohlbekannte Heim verlassen hat, fischen alle noch im Trüben und das gemeinsame Wiedersehen gerät zum turbulenten Tauchgang der Gefühle.

 

Das Festival:

 

Straßen verwandeln sich zu Bühnen, Bäume zu Requisiten, Brücken werden zu Schauplätzen ungewohnter Szenen und Bauwerke, die vorher noch der Stadtführung dienten, sind nunmehr zur Kulisse eines besonderen Ereignisses geworden. Vom Do., 6. bis Sa., 8. August 2009 hält das 15. Internationale Straßentheaterfestival Görlitz/ Zgorzelec Einzug in die liebliche Doppelstadt.

 

Was 1995 als Versuch begann, ist nach 15 erlebnis- und ereignisreichen Durchführungen nicht mehr aus dem städtischen Sommer weg zu denken.

 

Jahr für Jahr führt das ViaThea Menschen jeden Alters, Geschlechts und Nationalität durch sein liebevolles wie skurriles, sein verzauberndes wie erschütterndes Programm. Immer darauf bedacht, Kontraste zu manifestieren, Konfrontationen zu gestalten, aber auch Begegnungen zu schaffen. Die Verwandlung der Räume soll neue Sehgewohnheiten, Freude und Genuss entwickeln helfen. Vertiefung der Wahrnehmung der sonst alltäglichen Orte und ästhetische Sensibilisierung sind bei Auswahl und Platzierung der Gruppen ein wichtiges Element.

Denn darin liegt ja der Kerngedanke des Straßentheaters, der Herzschlag dessen, was sich Mitte des 19. Jahrhunderts als das Theater des kleinen Mannes heraus kristallisierte: die alltägliche Begegnung mit Kunst, das Thematisieren gesellschaftlicher Inhalte dort, wo der gesellschaftliche Pulsschlag liegt: auf den Straßen, den Plätzen, den Wiesen der Stadt.

 

Seit seinen Anfängen 1995 verbindet das ViaThea ein starkes Band der Zusammenarbeit mit dem Teatr Jeleniogórski in Jelenia Góra. Später folgten erste Kooperationen mit der Nachbarstadt Zgorzelec, die in den kommenden Jahren stetig ausgebaut werden soll.

 

2007 führte der Weg das ViaThea erstmalig in die polnisch-tschechische Grenzstadt Zawidów, unweit von Görlitz an der Via Regia und bot den Bewohnern des kleinen Städtchens ein Spektakel, dass sie vorher nie für möglich gehalten haben. Auch im Jahr 2009 führt das ViaThea am So., den 9. August 2009 nach Zawidów.

 

www.theater-goerlitz.de

 

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