Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Tango" von Slawomir Mrozek im Staatstheater Wiesbaden"Tango" von Slawomir Mrozek im Staatstheater Wiesbaden"Tango" von Slawomir...

"Tango" von Slawomir Mrozek im Staatstheater Wiesbaden

Premiere: Samstag, 5. Januar 2008, 19.30 Uhr, Kleines Haus

 

Artur hat ein Problem: seine Eltern. Gut, welches Kind hat keine Probleme mit seinen Eltern. Aber: bei Artur liegt der Fall etwas anders.

Denn nicht gegen die Regeln und Gebote der Eltern begehrt er auf, sondern gerade gegen die absolute Konventions- und Regellosigkeit, die deren Leben kennzeichnet. Artur kann in einer Welt, in der „nichts funktioniert, weil alles erlaubt ist“ nicht leben. Nicht ertragen kann er den „moralischen Zwang zur Unmoral“, den er von den Eltern ausgehen sieht. Also versucht er, die aufgegebenen Konventionen mit aller Macht und notfalls auch mit Gewalt wieder einzuführen. Seine Konterrevolution läuft jedoch ziemlich bald aus dem Ruder – auch weil Artur erkennen muss, dass „die Welt nicht durch die Form erlöst werden kann“ – und mündet in eine Katastrophe. Tango ist Familiengroteske und absurde Politparabel zugleich und zählt längst zu den Klassikern der Moderne.

 

Austauschgastspiel Staatstheater Darmstadt

 

Inszenierung Joanna Lewicka

Ausstattung Manuela Stawitzki

 

Mit: Sonja Mustoff (Eugenia), Hans Matthias Fuchs (Edek), Klaus Ziemann (Eugen), Le-ander Lichti (Artur), Iris Melamed (Eleonore), Andreas Manz (Stomil), Britta Hübel (Ala)

 

Weitere Termine: Sa 12.1., Do 24.1., Fr 8.2., Mi 20.2., jeweils 19.30 Uhr, Kleines Haus

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 6 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑