Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
«TANZ LUZERNER THEATER» - EIN NEUES TEAM GEHT AN DEN START«TANZ LUZERNER THEATER» - EIN NEUES TEAM GEHT AN DEN START«TANZ LUZERNER THEATER»...

«TANZ LUZERNER THEATER» - EIN NEUES TEAM GEHT AN DEN START

Wie bereits im November 2008 angekündigt übernimmt Kathleen McNurney ab der Spielzeit 2009/10 die Tanzkompanie am Luzerner Theater als Künstlerische Leiterin. Ihr zur Seite stehen der Ballettmeister Oliver Dähler und die Dramaturgin Brigitte Knöß. Alle drei sind seit vielen Jahren in der Tanzszene verankert.

Kathleen McNurney war während ihrer gesamten Karriere als Tänzerin, Ballettmeisterin und choreografische Assistentin an etablierten Theatern engagiert, während Oliver Dähler und Brigitte Knöß daneben auch über Erfahrungen in der freien Szene verfügen.

 

Das Ensemble von «Tanz Luzerner Theater» wird aus zwölf TänzerInnen bestehen. «Tanz Luzerner Theater» fühlt sich dem Zeitgenössischen Tanz verpflichtet und wird für unterschiedliche Stile offen sein. Kathleen McNurney will hier eine Plattform schaffen für Entdeckungen international renommierter Choreografen, die in der Schweiz noch wenig bekannt sind, ebenso wie für junge Talente, die bereits erfolgreich erste Arbeiten vorgelegt haben.

Unter der neuen Leitung wird sich auch die Sparte Tanz – wie bisher bereits Musiktheater und Schauspiel beteiligen, dem seit 2008 bestehenden Vermittlungsprojekt zwischen Schulen und dem Luzerner Theater.

 

In seiner ersten Spielzeit werden mit dem Ensemble von «Tanz Luzerner Theater» mehr als ein halbes Dutzend Uraufführungen entstehen. Der detaillierte Spielplan 2009/10 wird im Rahmen der Präsentation

des Gesamtprogrammes 2009/10 im Mai 2009 der Öffentlichkeit präsentiert.

 

BIOGRAPHIEN

 

Kathleen McNurney (Künstlerische Leiterin der Sparte Tanz)

Die Amerikanerin begann als Siebenjährige mit der Tanzausbildung in ihrer Heimatstadt Portland/Oregon und schloss sie mit neunzehn in New York ab an der Harkness School for Ballet Arts unter der Leitung von David Howard. Vor 29 Jahren kam sie in die Schweiz – als Tänzerin in Heinz Spoerlis Basler Ballett. Bis zum Ende ihrer Karriere als Solotänzerin 1988 gehörte sie der Kompanie an. Als Ballettmeisterin war sie zuletzt fünf Jahre im Ballett Basel unter Ballettdirektor Richard Wherlock und vier Jahre im Zürcher Ballett unter Ballettdirektor Heinz Spoerli für den technischen Standard des Ensembles und für die Pflege des Repertoires verantwortlich. Zuvor bekleidete sie die gleiche Position bereits im Ballett Braunschweig, Luzerner Ballett und Ballett des Staatstheaters Wiesbaden. Als choreografische Assistentin war sie an Kreationen von Heinz Spoerli, Richard Wherlock, Pierre Wyss sowie Patrick Delcroix ebenso beteiligt wie an der Einstudierung von Werken renommierter Choreografen wie Mauro Bigonzetti, Christopher Bruce, Jorma Elo, Jiří Kylián, Hans van Manen, Angelin Preljocaj und Ed Wubbe. Heinz Spoerlis Ballette studierte sie unter anderen ein am Teatro di San Carlo Neapel und

Aalto-Ballett Theater Essen. Am Tiroler Landestheater Innsbruck studierte sie 1997 – während der Intendanz von Dominique Mentha – einen dreiteiligen Ballettabend von Richard Wherlock ein. Kathleen McNurney arbeitete ausserdem international als Gastlehrerin unter anderen mit dem Scapino Ballet Rotterdam.

 

Oliver Dähler (Ballettmeister, Choreographer in Residence)

Der Berner liess sich unter anderem an der Royal Ballet School in London zum Tänzer ausbilden. Tourneen mit dem Royal Ballet London, und dem Königlichen Ballet von Flandern führten ihn um die ganze Welt. Von 1999 bis 2002 war er als Tänzer, Choreograf und Ballettmeister am Stadttheater Bern

engagiert. Im Jahr 2000 wurde er ausgewählt für die Teilnahme als Choreograf am SiWiC 2000 (Schweizerischer internationaler Weiterbildungskurs in Choreografie) und gewann 2001 das Stipendium

der Kommission für Tanz und Theater des Kanons Bern, welches ihm eine sechsmonatige Weiterbildung in New York ermöglichte. Seither choreografiert, unterrichtet und tanzt er als Freischaffender und war bis 2007 Leiter des «atempo repertory dance ensemble» Bern und 2008 und 2009 künstlerischer

Leiter von «Chur tanzt». Er choreografierte über 20 Werke, so zuletzt «GoldbergVariationen» im Rahmen von LUCERNE FESTIVAL 2008, «Dream(e)scape» 2000 für das internationale Tanzfestival Steps und «Königin von Saba» für die Königsfelder Festspiele 2004. Oliver Dähler ist auch ausgebildeter Musiker und Fotograf, und schloss im Jahre 2006 das Nachdiplomstudium TanzKultur an der Universität Bern ab. Für «Tanz Luzerner Theater» wird er neben seiner Tätigkeit als Ballettmeister auch choreografieren.

 

Brigitte Knöß (Dramaturgin)

Die aus Frankfurt am Main stammende Dramaturgin war von 1999 bis 2004 zunächst Dramaturgin dann künstlerische Leiterin von luzerntanz, dem Choreografischen Zentrum am Luzerner Theater. Während dieser Zeit war sie für die Programmation und Durchführung der internationalen Festivals «body as site/body as bite» und «NouvelleDanse» sowie der «Zeitgenössischen Tanztage Schweiz 2000» verantwortlich. Zuvor arbeitete sie mit der Choreografin Irina Pauls im TanzTheater am Oldenburgischen Staatstheater und am Schauspiel Leipzig als deren Referentin und Dramaturgin zusammen. Frühere Tätigkeiten umfassten unter anderen die Programmierung und Öffentlichkeitsarbeit für «4. Internationale Ballett Tage Oldenburg ‘99» und das Gastspielprogramm-Tanz am Theater Erlangen, Schauspieldramaturgie,

Regie am Stadttheater und in der Freien Szene. Von 2004 bis 2006 arbeitete Knöß als Dramaturgin für das Ballett Basel unter der Leitung von Richard Wherlock. Von 2006 bis 2008 war sie Managerin der Gisela Rocha Company, Zürich. Seit 2007 ist sie Dramaturgin des Balletts an der Staatsoper

Hannover unter Ballettdirektor Jörg Mannes und seit 2008 Dramaturgin von Irina Lorez & Co Luzern. Brigitte Knöß ist Präsidentin der ProTanz-Jury für den jährlichen «Schweizer Tanz- und Choreografiepreis » und doziert für den Nachdiplom-Studiengang TanzKultur an der Universität Bern.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 25 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑