Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
TanzArtFestival 2010 in GörlitzTanzArtFestival 2010 in GörlitzTanzArtFestival 2010 in...

TanzArtFestival 2010 in Görlitz

7. - 13. Juni 2010 in der alten Post am Görlitzer Bahnhof (Bahnhofstr. 75)

 

Das TanzArtFestival 2010 lädt internationale Choreografen ein, um ihre Arbeiten vorzustellen und die jährliche Interface-Produktion verschafft durch Tanz an immer wieder neuen Orten im Stadtraum eine neue Atmosphäre. Beide vereinen sich alle zwei Jahre zu einer großen Festwoche, so auch in diesem Jahr in der alten Post am Bahnhof.

 

Zur Eröffnung der Festivalwoche findet die Vernissage ZUKUNFTSVISIONEN sowie die Premiere INTERFACE IV statt. Die Produktion der TanzTheaterCompany zeigt vier Choreografien von polnischen und deutschen Choreografen, sie arbeiten alle mit derselben Musik. So werden drei Choreografien gleichzeitig stattfinden und die Zuschauer teilen sich an den verschiedenen Spielstätten auf, die vierte Choreografie vereint alle Tänzer und gilt als Abschluss des Abends. In diesem Jahr präsentieren Paweł Matyasik, Paulina Wycichowska, Jennifer Bopp und Vanessa Huber-Christen ihre Arbeiten mit den Tänzern der Görlitzer Company.

 

Die Tänzerin Jenny Ecke und der Tänzer Wagner Moreira zeigen unter dem Titel INTERVENTIONEN das Ergebnis ihrer Workshops, die bereits im April begonnen haben. Das Team arbeitet mit Jugendlichen zum Thema Macht und Einflussnahme. Sie wollen dazwischen gehen, sich einmischen und zum Einmischen einladen. Ein Gastspiel der besonderen Art zum TanzArtFestival, welches ebenso wie der Tanz den Rhythmus braucht, ist der 9. Görlitzer Poetry Slam in Görlitz. Hier werden selbstgeschriebene Texte von noch unbekannten Künstlern mit einer mitreißenden Sprachmelodik vorgestellt.

 

Folgende internationale TanzTheater-Gastspiele können Sie währen des TanzArtFestivals erleben:

 

THE GROOVE JOURNALS (Deutschland) ist eine Komposition für drei Musiker und sechs Stepptänzer in der Choreografie von Sebastian Weber. Der moderner Stepptanz entfaltet hier seine ganze musikalische Kraft: von der feinsinnig arrangierten, polyphonen Stepptanzfuge bis zum krachenden Groove. Durch ihre unverwechselbare Ensembleästhetik mit ihrer Symbiose aus Stepptanz und Body Percussion entfalten sie Rhythmen von Samba Maracatu über kubanischen Bolero und Retro-Funk bis zu rollenden Afro-Grooves und urbanem Swing Feel.

 

DREAME (Dänemark) in der Choreografie von Henrik Kaalund, ist ein Video-Tanz-Solo, das von den Wechselwirkungen zwischen Wirklichkeit und Wunschrealität handelt. Sowohl die Tänzerin auf der Bühne, als auch das Publikum werden mit einem Überfluss an Informationen konfrontiert, wie er typisch ist für unsere heutige Mediengesellschaft. Der Betrachter wird herausgefordert, die Zusammenhänge zwischen den aufgesprengten Elementen zu entdecken und sich unmittelbar mit der Informationsflut und dem möglicherweise entstehenden Gefühl der Überforderung auseinander zusetzen.

 

THE MIDDLE PATH (Korea) – die goldene Mitte ist die gelungene Mitte zwischen zwei Extremen. Der Mittelweg visualisiert den Weg, auf dem man zum Status der richtigen Mäßigung gelangt und dabei die innere Aufruhr überwindet. YeonA Yu ist die Leiterin der Cie Yu Dans-Company und ehemalige Meisterschülerin der Palucca Schule Dresden.

 

CAUTION FRAGILE

Choreografie: Volha Kastsel (Weißrussland)

 

„Die meisten Menschen hasten so sehr nach Genuß, dass sie an ihm vorbeirennen. (Soeren Kierkegaard)

TRÄUME LEBEN WIE NIE ZUVOR....I FEEL LIKE A STAR....BROADCAST YOURSELF....WEIL ICH ES MIR WERT BIN....MIT SICHERHEIT MEHR VERGNÜGEN....MACHT KAFFEE ZUM GENUSS....FREUDE AM FAHREN....MIT SICHERHEIT EIN GUTES GEFÜHL....es sind schon längst keine Werbebotschaften mehr, sondern Leitmotive unserer Alltagsgestaltung. Und eine ganze Reihe von Helfern lassen unseren Genuß-Mechanismus immer schneller drehen: das magische Zepter des Transhumanismus macht uns schön und jung, das WEB 2.0 macht uns zu PR-Agenten von uns selbst, Persönlichkeits-Matchings und Gentests passen unsere Partner an uns an. Gebrochene Herzen waren gestern. Wir sind jetzt Stars. Und wir müssen das Star-Sein genießen. Weil wir es uns wert sind.Aber was passiert, wenn wir uns alle beim blinden und dogmatischen Gestalten unseres perfekten und genußvollen Daseins nur mit uns selbst beschäftigen? Wenn wir nicht die anderen, sondern nur uns selbst sehen?

 

GENIUS LOCI (Österreich) ist eine tanz-szenische Installation von Marina Koraiman. Die Idee für das Stück entstand aus dem spontanen Impuls, den Tanzsaal als Trainingsort zu verlassen und in der Natur zu arbeiten. Bald wurde offensichtlich, dass jeder Ort eine eigene Energie besitzt, die der durchlässige Körper erspüren und mittels Bewegung sichtbar machen kann.

 

Programmübersicht

Alle Vorstellungen in der alten Post am Görlitzer Bahnhof, Bahnhofstr. 75

 

Mo., 7. Juni 2010

19 Uhr – Eröffnung TanzArtFestival & Vernissage Ausstellung ZUKUNFTSVISIONEN

20 Uhr – Premiere Deutsch-Polnisches Tanzprojekt INTERFACE IV

 

Di., 8. Juni 2010

20 Uhr – Vorstellung INTERFACE IV

 

Mi., 9. Juni 2010

19 Uhr – Projektpräsentation INTERVENTIONEN (Tanzprojekt für Jugendliche von 15 bis 25 Jahren)

21 Uhr – 9. Görlitzer Poetry Slam (Veranstaltung des KULTours e. V.)

 

Do., 10. Juni 2010

20 Uhr – THE GROOVE JOURNALS mit Tap Royal (Deutschland)

22 Uhr – DREAME mit Henrik Kaalund (Dänemark)

 

Fr., 11. Juni 2010

17 Uhr – Vorstellung INTERFACE IV

20 Uhr – THE MIDDLE PATH mit Cie Yu Dans (Korea)

 

Sa., 12. Juni 2010

17 Uhr – Vorstellung INTERFACE IV

20 Uhr – CAUTION FRAGILE mit Volha Kastsel (Weißrussland)

 

So., 13. Juni 2010

17 Uhr – Vorstellung INTERFACE IV

20 Uhr – GENIUS LOCI mit der Marina Koraiman Company (Österreich)

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 24 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑