Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Bielefeld: DER BARBIER VON SEVILLA von Gioacchino RossiniTheater Bielefeld: DER BARBIER VON SEVILLA von Gioacchino RossiniTheater Bielefeld: DER...

Theater Bielefeld: DER BARBIER VON SEVILLA von Gioacchino Rossini

Premiere 12.12., 19:30 Uhr, Stadttheater

 

Rossinis berühmteste Oper wurde in der römischen Karnevals-Saison 1816 binnen wenigen Wochen disponiert, komponiert, einstudiert und aufgeführt. Der Opernbetrieb muss mitten im Winter regelrecht gekocht haben, um die Premiere zu ermöglichen.

Hört und sieht man das Stück, spürt man das förmlich noch: Irgendwie haben sich die Turbulenzen dieser Wochen in den Text und in die Noten geschlichen. In der Komödie um den Grafen Almaviva, dem es mit Hilfe des schlauen Intriganten Figaro gelingt, seine angebetete Rosina aus den Händen ihres potentiellen Gatten Dr. Bartolo zu befreien, scheinen alle Figuren ein bisschen durchzudrehen, verlieren fortwährend die Fassung und gerne auch mal den Überblick. Hinter jeder Tür lauert ein Lauscher, gedeiht die Verleumdung.

 

List und Lüge, Schaumschlägerei und Erniedrigung sind die Instrumente, die die Geschichte bis zum vorerst glücklichen Ende voranbringen – und das in einem atemberaubenden Tempo. Eine Steilvorlage für Rossini, den unangefochtenen Meister der Geschwindigkeit. Ob in der Ouvertüre, den brillanten Solo-Nummern oder den mitreißenden Ensembles: Die Barbier-Musik geht direkt in den Körper.

Der junge Amerikaner Daniel Billings, seit dieser Spielzeit neu im Ensemble, singt und spielt die omnipräsente Titelfigur, das ungleiche Paar Rosina/Bartolo sind Cornelie Isenbürger und Jacek Janiszewski, und als gräflicher Womanizer Almaviva darf Eric Laporte die Schöne betören.

 

Melodramma giocoso in zwei Akten // Libretto von Cesare Sterbini nach der Komödie von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais // In italienischer Sprache mit deutschen Übertexten

 

Musikalische Leitung Leo Siberski

Inszenierung Immo Karaman

Bühne und Kostüme Fabian Posca, Immo Karaman

Choreographie Fabian Posca

Choreinstudierung Hagen Enke

Dramaturgie Uwe Sommer

 

Mit Daniel Billings, Cornelie Isenbürger, Jacek Janiszewski, Torben Jürgens, Sarak Kuffner (14., 25.)/Sünne Peters (12.), Eric Laporte, Dirk Mestmacher, Helmuth Westhausser; Herren des Bielefelder Opernchors; Bielefelder Philharmoniker

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑