Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Bonn: MANON LESCAUT von Giacomo PucciniTheater Bonn: MANON LESCAUT von Giacomo PucciniTheater Bonn: MANON...

Theater Bonn: MANON LESCAUT von Giacomo Puccini

Premiere 25.09.11 // 18:00 Uhr // Opernhaus. -----

Hin- und hergerissen zwischen der großen romantischen Liebe und einem luxuriösen Leben in gesellschaftlich hochstehenden Kreisen, treibt Manon Lescaut sukzessive einem Abgrund entgegen.

Der Erziehung im Kloster entgeht sie, als sie sich während der Reise dorthin in den Studenten Renato Des Grieux verliebt und mit ihm nach Paris flieht. Doch rasch überdecken die Reize eines komfortablen Lebens im Hause des älteren und gesellschaftlich hoch angesehenen Geronte de Ravoir die Beziehung des jungen Paares. Manon wird Gerontes Geliebte, sehnt sich jedoch bald wieder nach Des Grieux. Als sie Geronte verlässt und den ihr von ihm geschenkten Schmuck mit nimmt, lässt dieser Manon wegen Diebstahls verhaften. Von nun an muss sie mit dem Stigma einer Kriminellen leben und wird nach Amerika ausgewiesen. Doch auch dort gelingt es ihr nicht, an der Seite Des Grieux’, der erzwingen konnte, Manon zu begleiten, ein unbelastetes, glückliches Leben aufzubauen. Manons Sucht nach Glanz zieht auch Des Grieux mit ins Unglück und lässt ihn zum Verbrecher werden. Abermals müssen beide fliehen. In der wilden Einsamkeit der Wüste stirbt die kranke Manon elend in den Armen Des Grieux’, dessen unerschütterliche Liebe der einzige Besitz ist, der ihr bis zum Ende blieb.

 

Die 1731 erschienene HISTOIRE DU CHEVALIER DES GRIEUX ET DE MANON LESCAUT des Abbé Prévost und die 1884 mit großem Erfolg aufgeführte Oper MANON von Jules Massenet boten einerseits eine reizvolle Grundlage für Puccinis zweites großes Opernunternehmen nach EDGAR. Andererseits quälte ihn der Gedanke an den Vergleich mit den beiden sehr populären Werken und an mögliche Plagiatsvorwürfe. Schlussendlich waren, einschließlich des Librettisten selbst und seines Verlegers Ricordi, acht Personen an der Entstehung der Textdichtung beteiligt. Doch die teilweise zermürbende Arbeit hatte sich gelohnt: Die Uraufführung in Turin wurde ein großer Erfolg und markierte Puccinis lang ersehnten internationalen Durchbruch als Opernkomponist.

 

Christine Mielitz, bis Dezember 2010 Intendantin des Opernhauses Dortmund, gehört seit langem zu den international bekannten und erfolgreichen Opernregisseuren. Stationen ihrer künstlerischen Laufbahn waren unter anderem Dresden, Berlin, Wien, Hamburg, Zürich und Tokyo sowie die Salzburger Festspiele. Die Musikalische Leitung der Eröffnungspremiere dieser Spielzeit liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Stefan Blunier, der bereits in der letzten Saison mit TURANDOT ein großes Werk Puccinis in Bonn aufführte.

 

Lyrisches Drama in vier Akten

Text von Luigi Illica, Giuseppe Giacosa, Giulio Ricordi, Giuseppe Adami, Giacomo Puccini u.a.

nach dem Roman von Antoine François Prévost (gen. Abbé Prévost)

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Stefan Blunier

Inszenierung: Christine Mielitz

Bühne: Hartmut Schörghofer

Kostüme: Corinna Crome

 

Choreinstudierung: Sibylle Wagner

 

Manon Lescaut: Katrin Kapplusch/Galina Shesterneva

Lescaut, Sergeant: Mark Morouse

Renato Des Grieux: Michael Ende

Geronte de Ravoir: Ramaz Chikviladze

Edmondo: Tansel Akzeybek/Mark Rosenthal

Ein Musiker: Kathrin Leidig

 

Chor des THEATER BONN

Beethoven Orchester Bonn

 

Fr. 30.09.11 // 19:30 Uhr // Opernhaus

Fr. 07.10.11 // 19:30 Uhr // Opernhaus

Sa. 15.10.11 // 19:30 Uhr // Opernhaus

Sa. 22.10.11 // 19:30 Uhr // Opernhaus

So. 30.10.11 // 16:00 Uhr // Opernhaus

Sa. 05.11.11 // 19:30 Uhr // Opernhaus

So. 04.12.11 // 18:00 Uhr // Opernhaus

Do. 26.01.12 // 19:30 Uhr // Opernhaus

So. 05.02.12 // 18:00 Uhr // Opernhaus

So. 04.03.12 // 18:00 Uhr // Opernhaus

Sa. 14.04.12 // 19:30 Uhr

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑