Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Festival Impulse - Die Zukunft des TheatersTheater Festival Impulse - Die Zukunft des TheatersTheater Festival Impulse...

Theater Festival Impulse - Die Zukunft des Theaters

vom 21.11. bis 2.12.2007 in NRW

 

Das Theater Festival Impulse ist neben dem Berliner Theatertreffen die wichtigste regelmäßige Bestandsaufnahme des deutschsprachigen Theaters. Vom 21.11. bis 2.12.2007 sind in Köln, Düsseldorf, Bochum und Mülheim die neun besten deutschsprachigen Off-Theater Arbeiten der letzten beiden Jahre zu sehen, die das beeindruckende Spektrum an Themen und Formen der freien Theaterszene zeigen: von Barock-Oper in der U-Bahn bis zu Puppentheater-Trash, von großen Stücken mit gewaltiger Bildkraft bis zu Vorstellungen füreinen Zuschauer, von strengen Performances zu extrem unterhaltsamen Shows.

 

Unter der neuen künstlerischen Leitung von Tom Stromberg und Matthias von Hartz geht das Festival in diesem Jahr neue Wege: nach einem kompletten Relaunch richten die Impulse erstmals auch den Blick ins Ausland, und so sind neben herausragenden internationalen Gastspielen auch viele ausländische Theatermacher und Kuratoren zum Dialog eingeladen.

 

Unter anderem zeigt der bekannte französische Choreograph Jérôme

Bel als Festivalhighlight seine gefeierte Performance "Pichet Klunchun and myself". Die Impulse zeigen diesmal also nicht nur eine außergewöhnliche Momentaufnahme der derzeitigen Theaterlandschaft, sondern ermöglichen durch die Bandbreite des Programms zugleich einen internationalen Blick auf die Zukunft des Theaters.

 

Die Schweizer Gruppe mikeska:plus:blendwerk zeigt mit "Rashomon::Truth lies next door" wohl einen der ungewöhnlichsten Theaterabende der Impulse: sie macht aus dem japanischen Filmklassiker „Rashomon“ Theater für einen Zuschauer. Ein Krimi um Liebe und Mord zum Eintauchen: Der Zuschauer, betritt ein Hotel und begegnet schrittweise der Wahrheit, die er von Zimmer zu Zimmer selbst entdeckt. Das Besondere dieser theatralen Versuchsanordnung: Der Beobachter ist allein mit den Schauspielern im Raum. Der Zuschauer,

dem es freigestellt ist, zu antworten oder nicht, begibt sich auf eine ca. 50-minütige Reise durch eine Geschichte mit vielen subjektiven Wahrheiten. Wer erzählt die Wahrheit, welchem Protagonisten will man glauben?

 

Hat die Ehefrau ihren Mann umgebracht? War es der Fremde? Alle 15 Minuten wird ein neuer Beobachter ins «Hotelzimmer 6» eingelassen und durchlebt ein Stück, das ihn durch insgesamt fünf Räume lotst.

 

Zu den weiteren Highlights des Festivals zählt der München-Abend der Bairishen Geisha, „Der Räuber Hotzenplotz“ von Showcase Beat Le Mot und das Gastspiel der österreichischen Grenzgänger „God’s Entertainment“, die in “Fight Club” mit realen Performern live ein Computerspiel umsetzen: acht junge Menschen, die sich, von den Zuschauern gesteuert, gegenseitig die Fressen polieren.

 

Eine internationale Jury wird während des Festivals die Siegerproduktion wählen, die dann als beste deutschsprachige Off-Theaterproduktion beim

Berliner Theatertreffen und bei den Wiener Festwochen zu sehen sein wird.

 

Mit heißen Showgirls, einer umwerfenden Moderation und dem Kampf um die besten Quoten des Showbiz, zieht She She Pop schon am Eröffnungsabend alle Register des Theaters und garantiert eine unterhaltsame Show: „Die Relevanz-Show“ der gefeierten Berliner Gruppe ist ein Entertainmentprogramm der Extraklasse auf der Suche nach den relevanten Themen des Abends. Was als relevant empfunden wird, ergibt sich oft momentan und subjektiv. Die Show selbst ist eine integrative Maschine, in der jeder und jede zum unentbehrlichen

Funktionsteil eines wichtigen Ereignisses wird – sei es als Garderobiere oder als Moderatorin, als Kritiker oder als Musiker, als Zuschauerin oder als Showgirl. Die Relevanz-Show ist Grundlagenforschung im Showformat.

 

Weitere Informationen sowie Bildmaterial auf www.festivalimpulse.de.

info@festivalimpulse.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑