Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Heilbronn erhöht Einstiegsgage auf 2300 Euro - Gerechte Gage für hervorragende künstlerische ArbeitTheater Heilbronn erhöht Einstiegsgage auf 2300 Euro - Gerechte Gage für...Theater Heilbronn erhöht...

Theater Heilbronn erhöht Einstiegsgage auf 2300 Euro - Gerechte Gage für hervorragende künstlerische Arbeit

Das Theater Heilbronn erhöht zum 1. Juni 2017 die Einstiegsgage für künstlerisch Beschäftigte nach NV Bühne auf 2300 Euro pro Monat. Damit liegt die Anfangsgage für junge Schauspielerinnen und Schauspieler am Theater Heilbronn deutlich über der tariflich vereinbarten Mindestgage von 1850 Euro an deutschen Theatern. Das Theater Heilbronn hat ohnehin schon in der Vergangenheit die Mindestgage überboten.

„Unser Theater hat sich in den letzten Jahren künstlerisch außergewöhnlich gut entwickelt, was auch entscheidend zu dem bemerkenswerten wirtschaftlichen Erfolg beigetragen hat“, sagt Intendant Axel Vornam. Er begründet die Gagenerhöhung in mehrfacher Hinsicht als notwendig. Einerseits müsse die sozialpolitisch nicht haltbare Gehaltsungerechtigkeit zwischen den künstlerisch Beschäftigten, die über den Normalvertrag Bühne (NV Bühne) angestellt sind, und den über den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TvöD) Angestellten im Bereich Technik und Verwaltung zügig ausgeglichen werden. Zum anderen muss auch der wesentliche Beitrag von Schauspielern und anderen künstlerisch Beschäftigten am Erfolg des Hauses angemessen gewürdigt werden. Diese Veränderungen sind umso dringlicher, als gerade in den Großstädten die Lebenshaltungskosten enorm steigen und es für junge Talente wieder attraktiv werden muss, sich für mehr als nur eine Spielzeit an ein Theater zu verpflichten.

 

„Dass das Theater Heilbronn so gut da steht, daran haben alle Mitarbeiter, und insbesondere auch die Künstlerinnen und Künstler am Haus ihren Anteil“, erklärt Intendant Axel Vornam, der seit 2008 das Theater Heilbronn als Intendant und Geschäftsführer leitet. Die hohe künstlerische Qualität zieht ein enorm gesteigertes Zuschauerinteresse nach sich, was sich in barer Münze, nämlich in deutlich gestiegenen Einnahmen auszahlt. Diese sind seit Beginn der Intendanz von Axel Vornam um rund 55%, von 1,78 Mio Euro im Jahr 2008 auf 2,75 Mio Euro im Jahr 2016 gewachsen.

 

 

Das Theater Heilbronn erreicht im Schnitt jährlich 165 000 Zuschauer, und die Auslastung liegt in den drei Spielstätten mit insgesamt 1140 Plätzen bei rund 80 Prozent. Mit einem Eigenfinanzierungsanteil von 22 Prozent liegt das Theater Heilbronn im Spitzenbereich im Vergleich zu den anderen kommunalen und Staatstheatern in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland. 2008 lag der Anteil der selbst erwirtschaften Mittel am Gesamtetat des Theaters Heilbronn noch bei 14,6 Prozent.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑