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Theater Münster: "Im weissen Rössl" - Singspiel von Ralph Benatzky

Premiere: Samstag, 03. November 2012, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

„Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“ Und warum findet Leopold es „wunderbar“, von der „Rössl“-Wirtin Josepha Vogelhuber „geliebt zu werden“? Die allerdings weniger ihrem Zahlkellner, als vielmehr dem jährlich wiederkommenden Urlauber Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler zugetan ist.

 

Der hat allerdings ein Auge auf Ottilie, Tochter des Berliner Trikotage-Fabrikanten Giesecke geworfen. Doch jener Erfinder der legendären Hemdhose „Apollo“ („in einem Stück, vorne zu knöppen“), ist auf Siedler ganz und gar nicht gut zu sprechen, vertritt er doch in einem Prozess sei-nen Geschäftskonkurrenten Sülzheimer, den Schöpfer der Hemdhose „Attila“ („hinten zu knöppen“). Dessen Sohn Sigismund taucht nun auch am Wolfgangsee auf und entdeckt überdies seine Gefühle für Klärchen, Tochter des sparsamen und verspon-nenen Prof. Hinzelmann …

 

Humorvolle, ironisch-zugespitzt aufbereitete Herzens- und Geschäftsquälereien bil-den die Folie einer im Urlaubsparadies Salzkammergut angesiedelten, revueartig arrangierten Kombination aus wienerischem Charme, alpenländischem Kolorit und Berliner Posse. Dabei werden die Vorurteile, mit denen das zum Teil herrlich schrille Singspiel hantiert, hemmungslos ausgespielt: „arrogante preußische Piefkes gegen schlawinernde Österreicher“ (Joachim Kronsbein).

 

Das 1930 in Berlin uraufgeführte „Rössl“ mit seinen persiflierenden Schlagern, die ihren Ohrwurm-Charakter nach wie vor behaupten, und seinen Wiener Operettenan-klängen verspottet auf liebenswerte Art „die operettenhafte Disposition der Menschen durch die Operette selbst“ (Norbert Abels). Es stellt zudem eine köstliche Satire auf die „moderne“, Landschaft und Kommerz verschmelzende Tourismusbranche dar, denn: „Das ist der Zauber der Saison, da trägt die Landschaft Zinsen, da rollt das Geld wie Erbsen oder Linsen! Der Fremde zahlt – dann zieht er davon. Das ist der Zauber der Saison.“

 

Inszeniert wird der „hippologische“ Spaß vom Hausherrn des Theaters Münster selbst, Intendant Ulrich Peters.

 

Singspiel in drei Akten, frei nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, Buch von Hans Müller und Erik Charell, Musik von Ralph Benatzky, Ge-sangstexte von Robert Gilbert

 

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann

Inszenierung: Ulrich Peters

Bühne: Christian Floeren

Kostüme: Götz Lanzelot Fischer

Chöre: Inna Batyuk

Dramaturgie: Margrit Poremba

 

Mitwirkende:

Lisa Wedekind (Josepha Vogelhuber), Erwin Belakowitsch (Leopold Brandmeyer), Dirk Lohr (Wilhelm Giesecke), Henrike Jacob (Ottilie, seine Tochter), Robert Sellier (Dr. Otto Siedler), Fritz Steinbacher (Sigismund Sülzheimer), Wolfram Grüsser (Prof. Dr. Hinzelmann), Kathrin Ost (Klärchen, seine Tochter), Marek Sarnowski (Kaiser Franz Joseph II.), Tom Ohnerast (Piccolo), Larissa Neudert (Kathi)

 

Opernchor des Theaters Münster

Sinfonieorchester Münster

 

Weitere Vorstellungen im November:

Samstag, 3. November, 19.30 Uhr

Freitag, 9. November, 19.30 Uhr

Sonntag, 18. November, 19.00 Uhr

Freitag, 30. November, 19.30 Uhr

 

 

 

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