Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Trommeln in der Nacht" von Bertolt Brecht im Theater Heidelberg"Trommeln in der Nacht" von Bertolt Brecht im Theater Heidelberg"Trommeln in der Nacht"...

"Trommeln in der Nacht" von Bertolt Brecht im Theater Heidelberg

Premiere Sa 21.09.2013, 20.00 Uhr, Zwinger 1. -----

Das Stück Spartakus, wie Trommeln in der Nacht ursprünglich hieß, entstand unmittelbar unter dem Eindruck der revolutionären Ereignisse in Bayern Ende 1918 und den Nachrichten vom Scheitern des Spartakus-Aufstandes in Berlin im Januar 1919.

Es schildert den Kampf eines schon tot geglaubten Kriegsheimkehrers um seine Braut, »und die Revolution in den Zeitungsvierteln spielt auch eine Rolle«. Die Komödie spielt in einer Januarnacht des Jahres 1919. Andreas Kragler kehrt aus dem Krieg zurück zu seiner Braut Anna, die sich gerade mit dem Jungunternehmer Murk, der sie geschwängert hat, auf Drängen ihrer Eltern verlobt. Diese haben mit ihrer kleinen Fabrik im Krieg mit der Produktion von Geschosskörben Gewinn gemacht und stellen nun auf die Herstellung von Kinderwagen um. Die kleine Verlobungsgesellschaft, einschließlich Kragler, wird im Laufe des Abends und der Nacht in den Strudel der Spartakusaufstände gezogen. Kragler schwankt kurz zwischen revolutionärem Aufbruch und Rückzug ins private »Glück« und wählt statt der Politik das (nicht mehr ganz) weiße Bett Annas, die sich zu ihm bekennt.

 

Der junge Brecht drückt in diesem Stück mit satirischen Mitteln sein Unbehagen gegen das Kleinbürgertum, den Patriotismus, den Krieg und die große Liebe und die bürgerliche Gefühlskultur aus; vergisst aber auch nicht, die November-Revolutionäre kritisch zu ‚beleuchten‘.

 

Intendant Holger Schultze eröffnet mit dieser Inszenierung die neue Spielzeit im Schauspiel. Für die Bühne und Kostüme zeichnet Sabine Böing verantwortlich, die bisher u. a. an Häusern wie dem Maxim-Gorki-Theater Berlin, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg, dem Schauspiel Frankfurt, den Schauspielhäusern Düsseldorf und Bonn, dem Staatstheater Kassel, der Oper Oslo, der Deutschen Oper am Rhein sowie dem Theater Bremen arbeitete.

 

Regie Holger Schultze

Bühne und Kostüme Sabine Böing

Musik Willi Haselbek

Dramaturgie Wilfried Harlandt

 

Andreas Kragler Martin Wißner

Anna Balicke Nanette Waidmann

Amalie Balicke Hedi Kriegeskotte

Karl Balicke Hans Fleischmann

Friedrich Murk, ihr Verlobter Dominik Lindhorst

Babusch, Journalist Stefan Reck

Glubb, der Schnapshändler Jonas Gruber

Manke I und Manke II Volker Muthmann

Marie Josepha Grünberg

Carmen Maria Munkert

Bulltrotter/Laar Fabian Oehl

Besoffener Mensch Willi Haselbek

 

Weitere Termine

Do 26.09.2013, 20.00 Uhr

Sa 28.09.2013, 20.00 Uhr

So 6.10.2013, 19.00 Uhr

Do 10.10.2013, 20.00 Uhr

So 27.10.2013, 19.00 Uhr

Di 5.11.2013, 20.00 Uhr

Sa 30.11.2013, 20.00 Uhr

Di 10.12.2013, 20.00 Uhr

Mi 11.12.2013, 20.00 Uhr

Mi 18.12.2013, 20.00 Uhr

Di 14.01.2014, 20.00 Uhr

Do 23.01.2014, 20.00 Uhr

Di 11.02.2014, 20.00 Uhr

Do 13.03.2014, 20.00 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑