Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Turandot" von Giacomo Puccini in der Wiener Volksoper"Turandot" von Giacomo Puccini in der Wiener Volksoper"Turandot" von Giacomo...

"Turandot" von Giacomo Puccini in der Wiener Volksoper

Premiere am Freitag, 27.10.2006 um 19.00 Uhr.

Turandot, eine wunderschöne Prinzessin, hat zahlreiche Verehrer. Jedem, der um ihre Hand anhält, gibt sie drei Rätsel auf. Nur den, der die Rätsel löst, will sie heiraten.

Doch keinem Bewerber ist es bisher gelungen, die Rätsel zu lösen, alle haben mit ihrem Leben bezahlt. Da erscheint Prinz Calaf, der Turandot zunächst wegen ihrer Grausamkeit verflucht. Doch als er sie zum ersten Mal sieht, verfällt er augenblicklich ihrer Schönheit und schlägt den großen Gong zum Zeichen, dass er bereit ist, die Rätsel entgegen zu nehmen. Und tatsächlich löst Calaf als erster alle drei Rätsel...

 

Puccinis "Turandot" kann nicht nur wegen der Popularität ihrer Arien, allen voran dem "Nessun dorma", sondern auch wegen den beeindruckenden Massenszenen als wahre Volksoper bezeichnet werden. Dabei wird Puccinis letzte Oper nun erstmals, 80 Jahre nach ihrer Uraufführung an der Mailänder Scala, an der Volksoper Wien gezeigt werden. "Turandot" nimmt dabei unter den Werken Puccinis eine Sonderstellung ein, denn ihr Gegenstand ist eine ungewöhnliche Mischung aus Tragödie, grotesker Komödie und märchenhaften Wunderlichkeiten. Hier wollte Puccini die Liebe als allmächtige Kraft, als kathartische und erhebende Macht verherrlichen, und dieser Gedanke sollte in der geistigen Verwandlung Turandots gipfeln. Entstanden ist eine von großen Gefühlen getragene Oper, die Puccini selbst nicht mehr vollenden konnte. Der Komponist starb am 29. November 1924. Bei der Uraufführung der "Turandot" am 25. April 1926 an der Mailänder Scala ließ Arturo Toscanini die von Puccini hinterlassene unvollständige Version des Werks spielen, der von Franco Alfano ergänzte Schluss erklang erstmals bei der zweiten Aufführung der Oper; diese Fassung wird auch an der Volksoper zu hören sein. Die szenische Umsetzung ist dem franko-kanadischen Erfolgs-Duo Renaud Doucet und André Barbe anvertraut, die durch zahlreiche Opern-Inszenierungen in Nordamerika und Europa auf sich aufmerksam machten.

 

Inszenierung: Renaud Doucet

Bühne und Kostüme: André Barbe

Lichtdesign: Guy Simard

Bühnenbildassistenz: Kerstin Bennier

Musikalische Leitung Leopold Hager

Turandot Eva Urbanová

Liù Melba Ramos

Altoum Peter Minich

Timur Albert Pesendorfer

Calaf Roy Cornelius Smith

Mandarin Einar Th. Gudmundsson

Ping, Kanzler Enrico Marrucci

Pang, Marschall Karl-Michael Ebner

Pong, Küchenmeister Sebastian Reinthaller

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑