Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG | AUFTRAGSWERK: "Frauensache" von Lutz Hübner & Sarah Nemitz - 300 Jahre Staatstheater KarlsruheURAUFFÜHRUNG | AUFTRAGSWERK: "Frauensache" von Lutz Hübner & Sarah Nemitz -...URAUFFÜHRUNG |...

URAUFFÜHRUNG | AUFTRAGSWERK: "Frauensache" von Lutz Hübner & Sarah Nemitz - 300 Jahre Staatstheater Karlsruhe

Premiere 30.11.2019, 19.30, KLEINES HAUS

Beate, eine Frauenärztin, will in den Ruhestand und sucht eine Nachfolgerin. Das ist nicht einfach, denn das Interesse an einer arbeitsintensiven Praxis auf dem Land ist gering. Doch dann meldet sich Hanna, eine junge Ärztin. Sie scheint genau das zu sein, was Beate gesucht hat: eine engagierte Feministin, freundlich, offen und voller Idealismus. Als während ihrer Gespräche zur Übernahme eine Frau wegen eines Schwangerschaftsabbruchs in die Sprechstunde kommt, wird deutlich, wie heftig der Machtkampf zwischen Beates von den 68ern geprägten Position und der ihrer potenziellen Nachfolgerin werden kann.

 

Copyright: Grünschloß

Das Stück greift die aktuelle Diskussion über Abtreibungen und das Werbeverbot dafür auf. Gleichzeitig geht es um neu-konservative Frauenbilder. Denn Frauen werden in der ‚Bewegung‘ immer präsenter: als Postergirls der Nazihipster, besorgte Mütter, als engagierte Frauen im sozialen Bereich und als Identifikationsfiguren für Menschen, die rechtspopulistischen Ideologien sonst skeptisch gegenüberstehen. Man will im vorpolitischen Raum anschlussfähig sein, und da ist das hochemotionale Thema Abtreibung eine Steilvorlage. In Lutz Hübners und Sarah Nemitz‘ Stück werden Feminist*innen und ihre Feind*innen gleichermaßen scharfzüngig behandelt. Erstmals schreiben sie für eine ausschließlich weibliche Besetzung und zeichnen mit den sechs Frauenfiguren eine kluge Analyse gegenwärtiger Stimmungen in unserer Gesellschaft.

Deutschlands meistinszeniertes Autorenduo Lutz Hübner und Sarah Nemitz verfasst nach den Publikumserfolgen Richtfest und Willkommen endlich eine Uraufführung für Karlsruhe. Alexandra Liedtke, die bisher u. a. am Burgtheater Wien, den Salzburger Festspielen und dem Zürcher Schauspielhaus arbeitete, inszeniert erstmals am STAATSTHEATER.

REGIE Alexandra Liedtke
BÜHNE Simeon Meier
KOSTÜME Johanna Lakner
MUSIK Karsten Riedel
DRAMATURGIE Sonja Walter
THEATERPÄDAGOGIK Benedict Kömpf

Beate    Lisa Schlegel
Hanna    Swana Rode
Mira    Sarah Sandeh
Angelika    Claudia Hübschmann
Gudrun    Ute Baggeröhr
Elke    Marie-Joelle Blazejewski
Regie    Alexandra Liedtke
Bühne    Simeon Meier
Kostüme    Johanna Lakner
Musik    Karsten Riedel
Dramaturgie    Sonja Walter
Theaterpädagogik    Benedict Kömpf

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑