Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Die Katze und der General" von Nino Haratischwili im Thalia Theater HamburgUraufführung: "Die Katze und der General" von Nino Haratischwili im Thalia...Uraufführung: "Die Katze...

Uraufführung: "Die Katze und der General" von Nino Haratischwili im Thalia Theater Hamburg

Premiere am 31. August 2019 um 19 Uhr im Thalia Theater

In einem entlegenen Bergdorf in Tschetschenien geschieht während einer „Atempause“ des Krieges ein Verbrechen. Alle die darin verwickelt sind, werden in „Die Katze und der General“ zu Protagonisten einer modernen Version von „Schuld und Sühne“.

 

Copyright: Armin Smailovic

Der Oligarch Alexander Orlow, von allen nur „der General“ genannt, kann seinen Einsatz im Tschetschenien-Krieg 1995 nicht vergessen. 20 Jahre später will er sich und seine Kameraden zur Rechenschaft ziehen, für das, was die Brutalität des russischen Militärs in der Familie der 17jährigen Nura hinterlassen hat. Dafür braucht er die Hilfe der jungen georgischen Schauspielerin „Katze“, die Nura wie ein Zwilling gleicht.

Angestoßen von einem realen Fall, ist  „Die Katze und der General“ ist eine fiktionale Recherche, die Züge eines Thrillers trägt. In Vor- und Rückblenden zwischen Moskau, Berlin, Tschetschenien und Marrakesch springend, wird die Frage nach der Bedingung moralischer Urteilsfähigkeit gestellt. „Es geht um Menschen, die vom Krieg auf verschiedene Art und Weise traumatisiert werden.

Es geht aber auch um Opfer- und Täterschaft, um Abrechnung und Rache und den Umgang mit der eigenen Schuld.“ sagt Nino Haratischwili und beleuchtet neben der irren Logik des Krieges vor allem die schwierige Suche nach der Wahrheit und den Preis, den Menschen dafür zahlen, sie aufzudecken. Jette Steckel bringt nach „Das achte Leben (Für Brilka)“ den zweiten großen Roman Haratischwilis auf die Bühne des Thalia Theater.

Regie Jette Steckel
Bühne Florian Lösche
Kostüme Pauline Hüners
Video Zaza Rusadze
Dramaturgie Julia Lochte, Emilia Linda Heinrich

Mit
Lisa Hagmeister, Jirka Zett, Karin Neuhäuser, André Szymanski, Cathérine Seifert, Barbara Nüsse, Bernd Grawert, Ole Lagerpusch, Merlin Sandmeyer sowie Jarryd Haynes, Luca Pawelka

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑