Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Besessen" von Jörg Buttgereit / Schauspiel DortmundUraufführung: "Besessen" von Jörg Buttgereit / Schauspiel DortmundUraufführung: ...

Uraufführung: "Besessen" von Jörg Buttgereit / Schauspiel Dortmund

Premiere Freitag, 23. Oktober 2015 im Studio. -----

Das neue Stück von Horrorspezialist Jörg Buttgereit findet Inspiration bei „Der Exorzist“. -- Als sich 1973 der Kopf der jungen Schauspielerin Linda Blair teuflisch auf den Rücken dreht, stockt der Welt der Atem: Der Exorzist von William Friedkin und William P. Blatty ist Hollywoods bis dato sensationellster Angriff auf die Herzen und Hirne seiner Zuschauer.

Die Geschichte des ultimativen Kampfes Gut gegen Böse, ausgetragen im Körper einer 12-Jährigen, von der ein Dämon Besitz ergreift, gewinnt zwei Oscars und verzückt und verstört Millionen weltweit: Ohnmachts- und Herzanfälle während des Filmes, danach glauben Hunderte von Zuschauern, ebenfalls

besessen zu sein. und lassen an sich Exorzismen durchführen. Nicht nur Linda Blair erlangt über Nacht weltweite Aufmerksamkeit, sondern auch das uralte religiöses Ritual der Austreibung des Bösen. Was ist diese Finsternis jenseits von Wissenschaft und Logik, die sich in uns einzunisten droht? Und wie gefährdet ist unsere geistige Gesundheit?

 

Deutschland, 1984. Als das ZDF den Horrorfilm-Aufklärungs-Ratgeber „Papa, Mama, Zombie“ ausstrahlt, ist es bereits zu spät. Eine neue Technik hat staatliche Schutzmauern gegen „sozial-ethische Desorientierung“ längst unterwandert: Die VHS-Kassette verleiht Filmen eine neue Mobilität. Jenseits von Zensur und Altersfreigaben gibt es nun Terror für alle – direkt für die heimische Couch.

 

Und heute? Verfilmte Alpträume von Dämonen jeder Art sind inzwischen Bestandteil des kulturellen Mainstreams. Dennoch – eins bleibt: Das Unbehagen vor dem, was da jenseits der Vernunft lauert. Wenn das Unfassbare plötzlich Gestalt annimmt und das Adrenalin Amok läuft: Inspiriert von Der

Exorzist lädt Horrorspezialist Jörg Buttgereit (u.a. „Nekromantik“, „NOSFERATU LEBT!“, „GERMAN ANGST“) in seiner neuen Dortmunder Arbeit ins Wohnzimmer von Horrorfan Gerd Friedekind, der mit seinem Freund Marian zu einem schaurigen Videoabend verabredet ist. Doch lässt sich die unfassbare

Finsternis so einfach in die Flimmerkiste einsperren?

 

Regie führt Jörg Buttgereit, der auch das Autor des Theaterstücks ist

 

Regie: Jörg Buttgereit

Bühne und Kostüme: Susanne Priebs

Licht: Rolf Giese

Musik: Tommy Finke

FX: Lucas Pleß

Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz

Regieassistenz: Wiebke Rüter

Ausstattungsassistenz: Clara Hedwig

Soufflage: Marie Helbing

Inspizienz: Klaus Kudert, Ralf Kubik

Regiehospitanz: Joey Gerome Porner

 

Besetzung

Gerd Friedekind: Ekkehard Freye

Marian Karras: Björn Gabriel

Linda Blair: Sarah Sandeh

Der Teufel: Uwe Rohbeck

 

 

 

weitere Vorstellungen am 30. Oktober und 11. November.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑