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Uraufführung: Corin Curschellas' "Pomp auf Pump" im Theater Chur

Premiere 5.2.2010, 20 Uhr

Ein dramatisch musikalisches Singspiel

 

Wie viel Schmuck braucht der Mensch, um schmuck zu sein? Wie viel Lüge ist nötig, um schön zu sein? Wie gross muss die individuelle Materialschlacht ausfallen, um sagen zu können, ich hab aus dem Vollen geschöpft?

Und was bleibt, wenn die Party vorbei, die Wimperntusche verwischt, das Mieder abgelegt ist? Mit der Musiktheaterproduktion «Pomp auf Pump» begibt sich die Musikerin und Schauspielerin Corin Curschellas auf die sinnliche Suche nach dem Unterschied von Sein und Schein.

 

Curschellas, 1956 in Chur geboren und ebenda aufgewachsen, hat sich seit dem Abschluss ihrer Ausbildungen vor allem zwei Dingen gewidmet: der Musik und dem Theater. Wer ihre Konzertauftritte und ihre Songs kennt, weiss, dass sie eine ebenso begnadete Geschichtenerzählerin wie Musikerin ist. In eigenen Bandprojekten, in langjährigen Kooperationen mit Musikern wie Peter Scherer, Max Lässer, Marc Ribot oder Mathias Rüegg , in Inszenierungen von Christoph Marthaler, Bob Wilson oder Stefan Pucher hat sie ihr Handwerk erweitert und verfeinert.

 

«Pomp auf Pump», ein dramatisch musikalisches Singspiel, ist ein Solo-Abend, in dem die vielschichtigen Qualitäten von Curschellas zum Tragen kommen. Die Geschichten, in welchen Themen alter Sagen mit einem kritischen Blick auf die Gegenwart vermengt werden, stammen meist aus der Feder der Künstlerin. Ebenso die Kompositionen, in welchen Curschellas mit Stimme, Akkordeon, Flügel, Ukulele oder Dulcimer ihre ganze Bandbreite ausschöpft. Der Abend ist kein Nummernabend, sondern ein durchgestaltetes Stück, in welchem sich eine Frau von ganz unten auf der Society-Leiter nach ganz oben und wieder zurück kämpft. Die Fragen, was denn das Glück ausmachen könnte, wie Sein und Schein zusammenhängen, ob Armut oder Reichtum ein Qual sind, durchziehen als roter Faden den Abend. Und die Frage, ob der Humor, der weibliche, Auswege aus dem Dilemma bietet.

 

Als Regisseur steht Curschellas ein alter Weggefährte zur Seite. Die Inszenierung trägt die Handschrift vom Regisseur und Schauspieler Peter Rinderknecht, mittlerweile einer der bekanntesten Schweizer Regisseure und Produzenten von Musiktheaterproduktionen für Kinder und Jugendliche. Als Oeil Extérieur wirken die Regisseurin und Theatermacherin Claudia Carigiet sowie der Künstler, Theater- und Ausstellungsmacher Hans Peter Litscher, seines Zeichens Experte für die Intimität der Anekdote und die virtuose Vermischung von Wahrheit und Lüge.

 

POMP AUF PUMP

Text, Songs, Spiel Corin Curschellas

Regie Peter Rinderknecht Idee, Konzept Rinderknecht/Curschellas

Oeil extérieur Hans Peter Litscher und Claudia Carigiet

Kostüme Bozena Civic Simple Mechanik Valentin Altorfer, Claire Geyer

Aufnahmen Armando Wehrli, „Frohalpstudio“

Produktionsassistenz Corina Caminada

Produktionsleitung Gabi Bernetta

Koproduktion Corin Curschellas «0,Nichts…», Theater Chur und ThiK, Theater im Kornhaus Baden

 

BIOGRAFIEN

 

Corin Curschellas – Schauspielerin, Sängerin, Komponistin, Texterin

1956 in Chur geboren, lebt in Zürich und Rueun. Studium: Diplom als Primarlehrerin, 1983 Diplom der Schauspielakademie Zürich, 1977/78, 3 Semester Musikwissenschaft an der Uni Zürich. Kompositionen: z.B. für Michael von der Heide: Jeudi amour / Parle ce soir / Voisin inconnu; Vera Kaa: Bahnhof SBB; Dodo Hug: A mym Rhy; Filmmusik für Meier Marilyn: Komödie von Stina Werenfels

 

Theater: am Hechtplatz Elternabend, Musical mit der shake company; Die Schwarzen Brüder, Musical; Theater Basel : mit Christoph Marthaler: Stägeli uuf Stägeli ab / Soldaten, Serviertöchter und ihre Lieder / Nur Stammtische werden überleben ; Schauspielhaus Zürich : Chr. Marthaler : Hotel Angst / Die schöne Müllerin/ Das Goldene Zeitalter und Der Messias ; mit Bob Wilson, Heiner Müller, David Byrne, Darryl Pickney an der Volksbühne Berlin : The Forest; mit Hanspeter Litscher (Inszenierung) und Christian Marclay (Musik): Do chinese postmen ring twice too? NYC und Wiener Festwochen; Chechovs entfernte Cousinen am Theater am Neumarkt ; Theater m.a.r.i.a.,

Regie Wolfram Berger: Allerleirausch ;

Film von Markus Fischer : Marmorera

 

Konzerte mit: Vienna Art Orchestra, Les Musiciens Du Nile, Global Vocal Meeting, Steve Argüelles, Noël Akchoté, Benoît Delbecq, Fritz Hauser, Christy Doran, Christian Marclay, Wolfgang Puschnik, Joey Baron, Vera Kappeler, Christian Rösli, Andi Scherrer, Nguyên Lê, Richard Bona, Marc Ducret , Wolfgang Muthspiel, Lee Konitz, Lindsay Cooper, Ernst Reijseger, Burhan Oeçal, David Gattiker, Mich Gerber, Hans Koch, Christian Marclay, Urs Leimgruber, Django Bates, Tomas Stanko, Co Streif, Phil Minton, Yves Robert, Sylvie Courvoisier, und v.a

 

Corin Curschellas ist Gastdozentin für „Singer-Song-Stagecoaching an der ZHDK sowie an der Hochschule Luzern für Musik.

 

Peter Rinderknecht - Regisseur

Geboren 1953, verheiratet, Vater zweier erwachsener Töchter, lebt in Horgen ZH. 1975-1977 Lehrerseminar Zürich, 1979-1982 Schauspielakademie Zürich. Seit 1982 unter dem Label „Theater für ein wachsendes Publikum“ und „Theater en gros et en Détail“ mit eigenen Produktionen im In- und Ausland unterwegs. Engagements am Theater am Neumarkt Zürich „Theater über Theater“, Regie SusanneTrost, am Stadttheater Basel „Wenn das Alpenhirn sich rötet“, Regie: Christoph Marthaler, Sommertheater Schaffhausen „Musique de Tambour“, Regie: Jean Grädel und JOJO Produktion „Lenin in der Oper“, Regie Rudolph Straub. Verschiedene Arbeiten bei Radio und Fernsehen. Workshops an Festivals im In- und Ausland.

 

Hans-Peter Litscher – Ausstattung

7428 Tschappina (GR) und Paris

Geboren 1955 in Stans NW. Noch während HPL dort das Kollegium St. Fidelis besuchte, wurde er von Jean Christophe Ammann aufgefordert, an mehreren Ausstellungen des Kunstmuseums Luzern teilzunehmen (Weihnachtsausstellung 1972, Künstler-Rapport 1973, Ausstellung/Stipendium der Kiefer Halbitzel Stiftung 1974). Ammann lud ihn ein mit ihm Ausstellungen vorzubereiten (u.a. transformer) und ihn u.a. nach Kassel an die documenta 5 zu begleiten, wo HPL Harald Szeemann kennen lernte, mit dem er von da an bis zu dessen Tode freundschaftlich verbunden war und öfters zusammenarbeitete (cf infra). Seit der Matura 1975 sowie Theater- und Universitätsstudien in Paris (Ecole Jacques Lecoq, Peter Brook’s Centre International de RecherchesThéâtrales sowie Literaturgeschichtsstudien an der Sorbonne Paris III & Philosphiestudien bei Gilles Deleuze an der Universität Vincennes/Paris VIII) wohnt Hans Peter Litscher in Paris. HPL ist spartenübergreifend als Autor, Theater-, Filme- und Ausstellungsmacher sowie als Gastprofessor an diversen Hochschulen tätig und veröffentlicht Beiträge in verschiedensten Publikationen.

 

 

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