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Uraufführung der Operette "Südseetulpen" von Benjamin Schweitzer - Städtische Theater Chemnitz

Premiere: 14. Januar 2017, 19.00 Uhr im Opernhaus Chemnitz. -----

John Blunt und George Caswall, zwei Finanzgenies im England des frühen 18. Jahrhunderts, bekommen von Queen Anne das Monopol für den Handel mit den Südseekolonien geschenkt, wenn sie dafür im Austausch die Kriegsschulden der Krone begleichen.

Frohgemut gründen sie die South Sea Company und machen sich auf die Reise, um einen schwunghaften Handel mit den Kolonien anzukurbeln. Doch sie kommen nur bis Jamaika und haben außer der pfiffigen Gouverneursgattin Margaret Hamilton, der exotischen Schönheit Pandora und einer Blumenzwiebel nichts zu importieren. Durch geschickt gestreute Gerüchte und die Überzeugungskraft von Blunt und Caswall glaubt das englische Volk an märchenhafte Schätze und investiert immer weiter in die neuen Aktien der South Sea Company. Als die Queen den Erbfolgekrieg mit Spanien überraschend beendet, fliegt der ganze Schwindel auf und die zornigen Investoren fordern ihr Geld zurück. Damit haben Blunt und Caswall jedoch die Schulden der Krone beglichen … Gemeinsam mit Lady Margaret und Pandora flüchten sie in Richtung Holland. Doch was tun – mit nichts im Gepäck als einer einzigen Blumenzwiebel?

 

„Südseetulpen“ ist ein Auftragswerk der Theater Chemnitz an den Komponisten Benjamin Schweitzer und den Librettisten Constantin von Castenstein, das am 14. Januar 2017 im Opernhaus Chemnitz seine weltweite Uraufführung feiert. Mit dem genretypischen Personal einer Operette – in der Bandbreite von Königin bis zum Vagabunden – eröffnet dieses moderne und heitere Musiktheater anhand zweier historischer Spekulationsskandale einen amüsanten Blick in die Geschehnisse und Prozesse der Finanzbranche. Die „Große Tulpenmanie“ in Holland von 1637 und die englische „Südseeblase“ von 1720 lieferten die Konstellationen für dieses Szenario par excellence – tagesaktuelle Wirklichkeiten werden dabei nicht ausgeschlossen. Die Musik kombiniert Eingängiges mit der Klangwelt des 21. Jahrhunderts, behält dabei mit Tanzszenen, schmachtenden Arien und ironischen Chansons stets den Charme der Operette im Blick.

 

Der Komponist

Benjamin Schweitzer, geboren 1973, erhielt bisher Kompositionsaufträge u. a. von Siemens Arts Program, dem Konzerthaus Berlin, der Münchener Biennale, der Bayerischen Staatsoper, von DeutschlandRadio Berlin, dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau und dem Spektrum Villa Musica Rheinland-Pfalz. Seine Werke wurden bei Festivals und Konzertreihen wie Lucerne Festival, Berliner Festspiele, Weltmusiktage der IGNM, Nordic Music Days, Time of Music Viitasaari, Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik und Heidelberger Frühling aufgeführt. Neben Lehraufträgen an der Hochschule für Musik und der Technischen Universität Dresden hielt Schweitzer Vorträge und Workshops an verschiedenen Universitäten und Musikhochschulen sowie zu Kongressen und Symposien. Darüber hinaus publizierte er in deutschen und ausländischen Fachzeitschriften. Im Jahre 2014 lagen etwa 50 größtenteils gedruckte Kompositionen vor, die eine große Vielfalt an Gattungen, Besetzungen und kompositorischen Techniken umfassen – von der genau ausdifferenzierten Notation bis zur gelenkten Improvisation – wobei jedoch Knappheit, Dichte und Effizienz im Einsatz der Mittel sowie der weitgehende Verzicht auf Elektronik und Multimediales ein durchgängiges Charakteristikum sind.

www.benjamin-schweitzer.de

 

Regisseur Robert Lehmeier nimmt das Publikum mit auf eine umgekehrte Zeitreise: Von der Gegenwart geht es ins England des 18. Jahrhunderts und anschließend ins 17. Jahrhundert nach Holland. Bühnenbildner Tom Musch hat einen wandelbaren Raum für die Bühne konstruiert – eine Art Manege, die die zirkusartige Finanzwelt von allen Seiten beleuchtet. Es wird bis ins Kostüm von Ingeborg Bernerth mit Klischees verschiedener Kulturen und Berufsgruppen gespielt und damit eine zeitaktuelle Form der Operette für das Chemnitzer Opernhaus inszeniert.

 

Text von Constantin von Castenstein

 

Musikalische Leitung: Ekkehard Klemm

Inszenierung: Robert Lehmeier

Bühne: Tom Musch

Kostüme: Ingeborg Bernerth

Choreografie: Danny Costello

Choreinstudierung: Stefan Bilz

 

Mit: Reto Raphael Rosin (John Blunt), Andreas Kindschuh (George Caswall), Elisabeth Holmer (Das Glück / Pandora 1), Sylvia Rena Ziegler (Pandora 2), Sylvia Schramm-Heilfort (Lady Margaret Hamilton), Hans Gröning (Sir Robert Harley, Schatzkanzler / Pieter Stuyvesant), Franziska Krötenheerdt (Der Zufall / Queen Anne / Mrs. Hutchinson / Frl. Antje / Königin Amalie), Edward Randall (Zollbeamter Smith / Marktleiter Koopman), André Riemer (Sir Isaac Newton / Mr. Woodgate), Andreas Beinhauer (Gouverneur Hamilton / John Gay / Biemoto, Stuyvesants Diener / Frederik, Amalies Gemahl), Thomas Mäthger (Kapitän Bragwater / Immobilienhändler von Wucheren / Georg Friedrich Händel)

 

Chor der Oper Chemnitz, Ballett Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie

 

21.01.2017

Samstag

19:00 Uhr

29.01.2017

Sonntag

15:00 Uhr

02.02.2017

Donnerstag

19:00 Uhr

24.02.2017

Freitag

19:00 Uhr

16.03.2017

Donnerstag

19:00 Uhr

08.04.2017

Samstag

19:00 Uhr

20.04.2017

Donnerstag

16:00 Uhr

 

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