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Uraufführung: "Die Zärtlichkeit der Russen - Dresdner erzählen aus dem Leben einer Kriegsgeneration" von Dagrun Hintze, Staatsschauspiel Dresden

Premiere 8. Dezember2011 im Kleinen Haus 3. -----

„Schöne Erinnerungen habe ich gar nicht. Und wenn doch, als Kind oder so, dann habe ich sie vergessen“, erzählt Herr Z in „Die Zärtlichkeit der Russen“ von Dagrun Hintze.

Über ein Jahr lang führte die Autorin Interviews mit den Bewohnern eines Pflegeheims, in denen diese aus ihrem Leben erzählen und sich an die Zeit um 1945 erinnern, als die Russen kamen. Doch Erinnerungslücken, Schuldgefühle und alte Traumata machen es ihnen schwer, eine Ordnung in die eigene Geschichte zu bringen. Entstanden ist ein einzigartiges Dokument über die Schrecken des Krieges, über Leben und Altern, das dennoch einen zärtlichen und zuweilen humorvollen Blick auf die Erzählenden wirft. So erinnert auch Mutter W die eigene Biografie nur bruchstückhaft: „Mich hat neulich jemand gefragt, ob ich eine schöne Jugend gehabt hab’. Hab’ ich doch, oder?“ fragt sie, und ihre Tochter entgegnet: „Nee. Aber wenn du meinst.“

 

Sandra Strunz inszeniert die Geschichten mit Dresdner Bürgern im Alter von 62 bis 78 Jahren, deren Jugend ebenfalls vom Zweiten Weltkrieg geprägt ist. Zuletzt führte sie Regie bei Tom Waits’ musikalischer „Woyzeck“-Version nach Georg Büchner.

 

Mit: Ute Brückner, Tim Ellis, Eva-Maria Ganze, Clara Haas / Alisa Elsner, Christa Hasenkrüger, Bodo Kade, Andreas Müller (Pianist), Heide-Marie Naubereit, Margareta Opitz-Heckmann, Kaja Pfüller, Fritz Rösler

 

Regie: Sandra Strunz

Bühne: Judith Kästner

Kostüm: Belén Montoliú Garcia

Musik: Michael Emanuel Bauer

Dramaturgie: Beret Evensen

 

Eine Produktion der Bürgerbühne

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