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Uraufführung: Franzobel, "Der Boxer oder Das Drama des Hans Orsolics" im Burgtheater Wien

12.02.2011

Premiere: 19. Februar 2011, Kasino

Über keinen anderen Profiboxer Österreichs kursieren derart viele Anekdoten und Legenden:

Hans Orsolics, Jahrgang 47, gelernter Rauchfangkehrer, zweifacher Europameister, 53 Kämpfe, 42 Siege, vierzehn mal Häftling wegen Körperverletzung, verschuldeter Gastronom, Sänger des Kulthits „Mei potschertes Leben“, Frauengeschichten, Verfolgungswahn, erste Alkoholexzesse im Alter von 12, Tablettensucht, pathologische Eifersucht, Lungenkrebs – ein Leben voll rasanter Aufstiege und steiler Abstürze – ein Faust- und Volks-Held, der scheinbar immer wieder auf die Füße fällt.

Franzobels neues Stück über Orsolics konzentriert sich auf die Zeit zwischen 1965 und 1986, allerdings ohne dokumentarischen Anspruch. Es ist viel mehr radikales Volkstheater, gespickt mit grotesken und skurrilen Elementen sowie deftigem Humor. In der Inszenierung von Niklaus Helbling wird sich Orsolics vor allem mit seinem Gegenspieler Puck herumschlagen müssen, und dieser Kampf findet außerhalb des Boxrings und ohne Ringrichter statt.

Mit: Sarah Viktoria Frick, Sandra Lipp, Barbara Petritsch; Daniel Jesch, Dietmar König, Johannes Krisch, Juergen Maurer, Peter Wolfsberger

Regie Nikolaus Helbling

Bühne Dirk Thiele

Kostüme Viktoria Behr

Musik Imre Bozoki-Lichtenberger, Moritz Wallmüller

Video Elke Auer

Choreographie Simone Augtherlony

Licht Norbert Gottwald

Dramaturgie Amely Joana Haag

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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