Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: HAKOAH WIEN , Konzept und Regie Yael Ronen, SCHAUSPIELHAUSGRAZ Uraufführung: HAKOAH WIEN , Konzept und Regie Yael Ronen, SCHAUSPIELHAUSGRAZ Uraufführung: HAKOAH...

Uraufführung: HAKOAH WIEN , Konzept und Regie Yael Ronen, SCHAUSPIELHAUSGRAZ

Premiere 13. Oktober 2012, 19.30 Uhr, Hauptbühne. -----

„Wien um 1930: Ein junger Jude träumt von einem Leben in Tel Aviv. Tel Aviv 2012: Der Enkel dieses Mannes träumt davon, österreichischer Staatsbürger zu werden. Beide müssen ihre Identität finden und zwar in einer Zeit der Gewalt, des drohenden Krieges.

Den Hintergrund für diese Geschichte bildet das berühmte historische Fußballteam Hakoah Wien, aus dessen Reihen junge Männer aufbrachen, um den Staat Israel aufzubauen. Die Geschichte, die wir erzählen, handelt von zwei Generationen der gleichen Familie, von Emigration, Identität, Fußball und Männlichkeit.“ (Yael Ronen)

 

Mit dieser Skizze für eine Stückentwicklung begab sich die israelische Autorin und Regisseurin Yael Ronen gemeinsam mit ihrem Ensemble auf Spurensuche. Ihre Familie stammt aus Wien, der Großvater war Spieler in der legendären Fußballmannschaft des Sportclubs Hakoah (hebräisch: Kraft). 1909 gegründet, war Hakoah Wien Ausdruck des gestiegenen Selbstbewusstseins liberaler Juden und der Idee, durch Muskelkraft den Geist zu erneuern. Auch Großvater Ronen warf seine österreichischen Papiere weg und ging nach Israel. Seine Enkel stehen heute vor der Frage, ob sie sein Lebensprojekt als gescheitert erklären und wieder auswandern sollten.

 

Yael Ronen zählt zu den prominentesten und provokantesten jungen Theaterkünstlern Israels. Ihre Produktion Third Generation mit israelischen, palästinensischen und deutschen Schauspielern der dritten Generation nach der Shoah war ein Sensationserfolg – und traf wegen der palästinensischen Beteiligung auf großen Widerstand in Israel. Der Abend ist weiterhin in Berlin und am Nationaltheater Habima in Tel Aviv zu sehen. An Hakoah Wien sind österreichische und deutsche Schauspieler des Grazer Ensembles sowie Gäste aus Israel beteiligt.

 

Yael Ronen

Geboren 1976 in Jerusalem, studierte Szenisches Schreiben am HB Studio in New York und Regie am Seminar Hakibbutzim in Tel Aviv. Zu ihren Stückentwicklungen zählen u. a. Reiseführer in das gute Leben (2003) und Nut Case (2008) am Israelischen Nationaltheater Habima, Tel Aviv, Plonter am Cameri Theater, Tel Aviv (2005), eine Bearbeitung von Antigone am Staatsschauspiel Dresden (2007) und Bat Yam am Wroclawski Teatr Wspólczesny (2008). Ihre Arbeiten Third Generation (2008) und The Day Before the Last Day (2011) – beides Koproduktionen der Berliner Schaubühne mit dem Habima – wurden zu zahlreichen Festivals eingeladen. Yael Ronen inszeniert zum ersten Mal in Österreich.

 

Regie Yael Ronen

Bühnenbild Fatima Sonntag

Kostüme Moria Zrachia

Choreographie Moria Zrachia

Dramaturgie Regina Guhl, Irina Szodruch

 

Mit Knut Berger, Julius Feldmeier, Sebastian Klein, Michael Ronen, Birgit Stöger

 

Weitere Vorstellungen am 16., 20. und 31. Oktober, ab 19.30 Uhr, sowie ab November.

 

Tickets

T 0316 8000, F 0316 8008-1565 - E tickets@buehnen-graz.com

I www.schauspielhaus-graz.com

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑