Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: LILIOM - Oper von Johanna Doderer, Staatstheater am Gärtnerplatz MünchenUraufführung: LILIOM - Oper von Johanna Doderer, Staatstheater am...Uraufführung: LILIOM -...

Uraufführung: LILIOM - Oper von Johanna Doderer, Staatstheater am Gärtnerplatz München

Premiere am 4. November 2016 um 19.30 Uhr in der Reithalle. -----

Der Ausrufer Liliom ist die Attraktion der Karussellbetreiberin Frau Muskat im Budapester Stadtwäldchen. Er ist jung, gutaussehend und herrlich maskulin. Zwar ist er auch grob, ungestüm und polizeibekannt – doch das liebt die weibliche Kundschaft an ihm, genauso wie Frau Muskat. Auch das junge Dienstmädchen Julie ist von dem Vorstadthallodri angezogen – wie er von ihr.

So sehr sogar, dass er dafür den Verlust seiner wie ihrer Stellung provoziert. Fortan lässt sich Liliom von Julies Tante aushalten, schlägt und schwängert das Mädchen und lehnt stolz jede gutgemeinte Hilfe ab. Von einem falschen Freund zu einem Raubmord überredet, der ihre finanziellen Probleme lösen soll und der in der Ausführung letztlich furchtbar schief geht, stiehlt sich der Hallodri mittels Selbstmord aus der Verantwortung für sein Tun und landet vor der himmlischen Gerichtsbarkeit. Dort erhält der Reuelose eine letzte Chance, etwas Gutes zu tun und damit sein Seelenkonto aus dem tiefen Minus zu holen …

 

1909 brachte der ungarische Dramatiker Ferenc Molnár das Schicksal Lilioms, eines nichtsnutzigen Kerls, dem durch nichts in der Welt zu helfen ist, in Budapest auf die Theaterbühne, wo das Stück zunächst durchfiel. Erst die Wiener Erstaufführung der »Vorstadtlegende« in der deutschen Fassung von Alfred Polgar führte »Liliom« 1913 zum Erfolg und machte aus dem Hallodri, der glaubt, das Schicksal treibe es böse mit ihm, Molnárs gleichwohl populärste Figur. Mehrere Verfilmungen und das Musical »Carousel« haben das Bühnengeschehen zwischen Märchen und Sozialdrama in andere Kunstformen adaptiert.

 

Die österreichische Komponistin Johanna Doderer, die Bühnenwerke bisher u. a. an der Wiener Staatsoper, dem Theater Erfurt und dem Wiener MuseumsQuartier herausgebracht hatte, verwandelt zusammen mit Staatsintendant Josef E. Köpplinger Molnárs Welterfolg erstmalig und exklusiv für das Staatstheater am Gärtnerplatztheater in eine Oper – mit Daniel Prohaska (Liliom), Camille Schnoor (Julie) und Angelika Kirchschlager (Frau Muskat) in den Hauptrollen!

 

Libretto von Josef E. Köpplinger

Frei nach dem Bühnenstück »Liliom« von Ferenc Molnár

 

Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

Musikalische Leitung Michael Brandstätter

Regie Josef E. Köpplinger

Bühne Rainer Sinell

Kostüme Alfred Mayerhofer

 

Mit Daniel Prohaska als Liliom,

Camille Schnoor als Julie,

Cornelia Zink als Marie,

Angelika Kirchschlager als Frau Muskat,

Matija Meić als Ficsur,

Katerina Fridland als Luise,

Dagmar Hellberg als Frau Hollunder

und vielen mehr.

 

Chor und Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

 

Weitere Vorstellungen 6., 8., 11., 12., 16., 17. und 19. November

Vorstellungsbeginn 19.30 Uhr, am 6. November 18.00 Uhr

 

Einführungsmatinee am 30. Oktober um 11.00 Uhr im Akademietheater

moderiert von Michael Alexander Rinz

Eintritt frei, Einlasskarte erforderlich

 

Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de,

Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑