Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG: "Noch ein Lied vom Tod" von Juliane Stadelmann im Schauspielhaus WienURAUFFÜHRUNG: "Noch ein Lied vom Tod" von Juliane Stadelmann im...URAUFFÜHRUNG: "Noch ein...

URAUFFÜHRUNG: "Noch ein Lied vom Tod" von Juliane Stadelmann im Schauspielhaus Wien

Premiere: 9. Jänner 2015, 20:00 Uhr. -----

Noch ein Lied vom Tod eröffnet ein Assoziationsfeld zum Western-Genre: Doch die Geisterstadt ist hier eine im Nirgendwo gelegene Plattenbausiedlung, der Sheriff ein Kommissar, der ein Verbrechen aufklären möchte, das bereits zu den Akten gelegt ist.

 

Er sucht nach Gründen und der Wahrheit, stößt auf eine Mauer des Schweigens, verliert sich im Dickicht seiner eigenen Ermittlungen. Er scheint vom Dienst suspendiert und ständig mit dem Schlaf zu kämpfen. Juliane Stadelmann geht von einem realen Fall fahrlässiger Kindstötung aus, arbeitet diesen jedoch – in rasanter Dialogführung im absurden Mikrokosmos des „wild wild east“ – entschieden tragikomisch auf: Wie die Geier im Western kreist etwa die lokale Bestatterin durch die Siedlung, stets auf der Suche nach Opfern; verwahrloste Kinder streifen umher, makabren Geheimnissen auf der Spur, man stirbt sinnlose Tode, dies alles kommentiert von einem weiteren Western-Versatzstück: dem Tumbleweed. In der Platte, der grotesken Welt dieses Stücks, sind alle Regeln von Raum und Zeit außer Kraft gesetzt, nur nicht die Gesetzmäßigkeit des Sterbens.

 

Regie: Daniela Kranz

Dramaturgie-Gast Yvonne Gebauer

 

Mit

Barbara Horvath

Steffen Höld

Florian von Manteuffel

Gideon Maoz

Johanna Tomek

Martin Vischer

Simon Zagermann

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 7 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑