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Uraufführung: "Träumt?" von March Höld im Volkstheater Wien

Premiere: 6. Dezember 2011, 19.30 Uhr, Schwarzer Salon. -----

Träumt? ist ein schwarzhumoriges Stück, das die Funktionsmechanismen unserer Psyche durchleuchtet und das Unterste zuoberst kehrt.

 

Gibt es sie tatsächlich, die Soldaten unterm Teppich? In sieben verschiedenen Szenen, die scheinbar logisch zusammenhängen und eine Chronologie von Lebensläufen widerspiegeln, bricht immer wieder das Irreale als Fremdkörper in die vermeintliche Realität ein. Die Soldaten unterm Teppich sind Endpunkt eines jeden lebensnahen oder noch so bizarren Dialogs zwischen einem Mann und einer Frau, die in verschiedenen Lebenssituationen und unterschiedlichen Alterskonstellationen aufeinander treffen. Dabei sind sie Meister der Verdrängung - und sprechen lieber über die Banalitäten des Alltagslebens, anstatt sich damit zu beschäftigen, was konsequent unter den Teppich gekehrt wird. In einer fiktionalen Zeitreise durch Tag- und Albträume verschwimmen die Ebenen, werden Träume zu Realität und umgekehrt.

 

Autorin March Höld, geboren 1976 in Eisenstadt.

March Höld studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Deutsche Philologie in Wien und bis 2009 Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2005 wurde ihr Text Frau. Mann. See als Hörspiel produziert (Produktion: ORF 2005 / Regie: Renate Pittroff); 2006 erreichte Höld die Endrunde beim freien Hörspielpreis der ARD "Premiere im Netz". Mit ihrem Theaterstück Träumt? nahm Höld 2007 am Dramatikerworkshop des Berliner Theatertreffens teil. Die Hörspielvertonung von Träumt? erfolgte 2010 (Produktion: Deutschlandradio Kultur / ORF; Regie: Robert Matejka); Träumt? wurde zum Hörspiel des Jahres 2010 nominiert. Beim AutorInnenwettbewerb des Theater Phönix und des Kulturvereins Musentempel trat March Höld als Gewinnerin hervor. Es folgte die Uraufführung ihres Stückes Das Ende einer Geschichte 2010 am Theater Phönix in Linz. Der Standard resümierte: "Viel Applaus für eine gelungene Theaterminiatur im Geiste David Lynchs." Des weiteren publizierte Höld in Zeitschriften und Anthologien wie die Die Rampe, DUM, Tippgemeinschaft und macondo.

March Höld lebt und arbeitet in Wien.

 

Regisseurin Carina Riedl, geboren 1983 in Vöcklabruck.

Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Kunstgeschichte an der Universität Wien. Bereits während des Studiums erste Regiehospitanzen, -assistenzen und Inszenierungen. 2007 bis 2010 Regieassistentin am Burgtheater (u.a. bei Karin Beier, Friederike Heller, Christiane Pohle, David Bösch, Niklaus Helbling, Thomas Langhoff, David Marton, Lars-Ole Walburg). Inszenierungen u.a. 4.48 Psychose (dietheater Künstlerhaus), Gier +- Psychose +- Gier (dietheater Konzerthaus), Abfall Bergland Cäsar. Eine Menschensammlung (KasinoBar/Burgtheater), Stroszek (Vestibül/Burgtheater), Kaspar (Schauspielhaus Graz), Monad’s Likes (Garage X). Am Volkstheater Schnee nach Orhan Pamuk (Die Besten aus dem Osten! Folge 8: Türkei). Nächstes Projekt: Inszenierung von Pilot und Folge 1 des Serienprojekts Schubert. Eine Winterwanderung am Schauspielhaus Wien (Premiere 14.1.2012) sowie Projektleitung der gesamten Serie.

 

Mit: Nina Horváth, Günther Wiederschwinger

 

Regie, Bühne: Carina Riedl

Kostüme: Katharina Kappert

Musik: Arthur Fussy

 

Die nächsten Termine:

7., 13., 15. Dezember 2011, 19.30 Uhr

9., 13., 21., 27., 31. Jänner 2012, 19.30 Uhr

Das Stück wird auch noch im Februar 2012 zu sehen sein.

 

 

 

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