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"Verbrennungen" von Wajdi Mouawad im Münchner Vcolkstheater

Premiere am 25. Januar 2008

 

Das Stück gehört zu einer Trilogie, welche die schmerzliche Erfahrung von Krieg und Exil behandelt.

Die Zwillinge Jeanne und Simon erfahren beim Notar den letzten Willen ihrer verstorbenen Mutter Nawal. Zwei Briefe sollen von den Zwillingen an die Empfänger übergeben werden. Der eine Brief geht an den Vater, von dem die beiden glaubten, er sei tot, der andere an ihren Bruder, von dessen Existenz sie bisher nichts wussten. Die Spurensuche nach dem verschollenen Leben ihrer Mutter beginnt. Auf der Suche nach der Jugend Nawals begibt sie sich Jeanne in deren Heimatland, den Libanon, und entdeckt ein Leben, das von Gewalt und Krieg gezeichnet ist. Verbrennungen erzählt drei Geschichten parallel. Die erste ist die der alten Frau, Nawal, einer Frau ohne Vergangenheit, die ihre Gefühle unter Verschluss hielt und wenig von ihren Erinnerungen preisgab. Die zweite ist die der sehr jungen Frau, Nawal, die schwanger ist und deren Leben gerade außer Kontrolle gerät. Die dritte ist die Geschichte eines durch Bürgerkrieg zerrissenen Landes, die Geschichte eines Widerstands.

 

Der Autor

Wajdi Mouawad (*1968 im Libanon) ist in Frankreich aufgewachsen und lebt in Montréal, Kanada. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der Ecole Nationale du Canada und ist als Mitbegründer des Théâtre Ô Parleur als Schauspieler, Autor und Regisseur vor allem in der Theaterszene Montréals präsent. 1999 landet er mit seinem Stück Littoral einen großen Erfolg beim Festival in Avignon und wird seither auch in Frankreich als Autor stark wahrgenommen. 2002 wird er für sein Gesamtwerk von der französischen Regierung zum Chevalier de l’Ordre National des Arts et des Lettres ernannt. 2005 erhält er den Prix Molière als bester frankophoner Autor.

 

Regie Christine Eder

Bühnenbild Monika Rovan

Kostümbild Annelies Vanlaere

 

 

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