Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Vom 13. - 18. Mai 2014 veranstaltet DRAMA KÖLN die Theater-/Performancereihe FREMDGEHEN.Vom 13. - 18. Mai 2014 veranstaltet DRAMA KÖLN die Theater-/Performancereihe...Vom 13. - 18. Mai 2014...

Vom 13. - 18. Mai 2014 veranstaltet DRAMA KÖLN die Theater-/Performancereihe FREMDGEHEN.

3 Kölner Theater- und Performancegruppen laden den Zuschauer zu Gängen in die Stadt ein. Durch unterschiedliche künstlerische Mittel wird jeweils die Wahrnehmung auf die Stadt verschoben.

katze und krieg lösen mit ihrer Arbeit "In Allem Gold" durch extreme Verlangsamung erstaunliche Reaktionen und Situationen aus. Während des "Gang mit einem Fremden" (Carambolages) zeigt ein vermeintlicher Südseehäuptling seine Sicht auf Wohnen, Fahren und Kaufen in Köln und trifft dabei auf Eingeborene. Und in Drama Kölns Eigenproduktion "Spywalk" wird der Zuschauer eingeladen mit dem Smartphone die Stadt abzuhören. Mittels eines eigens entwickelten Programms werden Telefongespräche auf der Straße, in Wohnungen und Intimes von Festplatten preisgegeben und

dadurch der Blick auf die Wirklichkeit verändert.

 

Künstlerische Leitung: Philine Velhagen

Produktionsleitung: Franziska Seidel

 

Drama Köln

Spywalk

Sie möchten wissen, was und mit wem der junge Mann an der Haltestelle so aufgeregt spricht. Nutzen Sie Spywalk! Dieselbe Musik hören, die gerade die attraktive Mittvierzigerin hört und dabei versonnen auf den Platz schaut. Versuchen Sie Spywalk! In den Fenstern im vierten Stock hängen noch Gardinen aus den 60ern, belauschen Sie diese Wohnung mit Spywalk. Gemeinsam mit dem Programmierer Jonas Schophaus und der Designstudentin Ina Römling von der Folkwang-Schule hat Drama Köln

ein Programm entwickelt, mit dem es möglich ist, die Stadt an verschiedenen Spots abzuhören. Auf einer ersten Demoroute kann "Spywalk"ab dem 13. Mai 2014 mit einem internetfähigen Smartphone

genutzt werden. Über unsere Website werden Sie von einem bestimmten - in Kürze benannten - Startpunkt in der Stadt zu jeweils möglichen Abhörstationen in Ihrer Umgebung geführt.

Idee und Realisation: Philine Velhagen und Mirco Monshausen

Technische und grafische Umsetzung: Jonas Schophaus und Ina Römling

Termine:

Spywalk dauerhaft ab dem 13. Mai täglich von 8-19h

Start: Nähe Neumarkt// Zugang zu Spywalk unter drama-koeln.de // Bitte Kopfhörer mitbringen!

 

Philine Velhagens Arbeiten bewegen sich zunehmend an den Grenzen des Theaters. Schnittmengen zum Horspiel, zur bildenden Kunst und anderen Kunsten sind gewollt und formgebend. Dabei wird der Begriff von Theater erweitert und auf die Probe gestellt. Mirco Monshausen, an der Folkwang-

Schule ausgebildeter Schauspieler, arbeitet an verschiedenen städtischen Bühnen und in der freien Szene. Seit Frühjahr 2014 hat er zudem eine Ausbildung zum Dramatherapeuten abgeschlossen und arbeitet auch in diesem Feld.

 

**

 

katze und krieg

In Allem Gold

Die Arbeit "In Allem Gold" stammt aus dem Jahr 2012 und ist von dem Performanceduo in Wien entwickelt worden. Mit dem Mittel der Langsamkeit und der dadurch entstehenden Reibung mit dem schnelllebigen Alltag in der Stadt schaffen "katze und krieg" erstaunliche,fremde und schillernde Situationen. Wie leicht es ist, im Sausen der Welt die einzigartigen Momente unserer goldschimmernden

Existenz im Hier und Jetzt schlichtweg zu verpassen. Dementgegenwirkend zelebrieren katze und krieg das Dasein in dieser unseren Welt. Die Glorifizierung des alltäglichen Momentes wird zur Intervention in der rauschend funktionalen Alltagswelt. Je langsamer katze und krieg handeln, desto stärker reagiert ihr Umfeld. Die Passanten um katze und krieg herum, die durch die Langsamkeit der beiden Performerinnen in ihrem routinierten Tagesabläufen unterbrochen werden, fühlen sich provoziert, in ihrem schnelleren Handlungsrhytmus gestört, oder halten inne und lassen sich auf die andere Zeit der beiden Performerinnen ein. Zwei Welten, zwei Rhytmen prallen aufeinander und reiben sich aneinander.

von und mit katze und krieg

Termine:

Mi. 14.5. - 19 Uhr - Treffpunkt: Neusser Strasse/Ecke Kuenstraße

vor dem Mac Donalds

Do. 15.5. - 19 Uhr - Treffpunkt: Richmodstraße/Ecke Neumarkt vor

habitat

Sa. 17.6. - 16 Uhr - Treffpunkt: Dürener Straße/Ecke

Universitätsstraße vor dem Café Kawa

www.katzeundkrieg.de

 

katze und krieg sind die beiden Performancekunstlerinnen Katharina Lima und Julia Dick. Seit 2007 setzt sich das Duo direkt mit Menschen und Orten in der alltaglichen Welt auseinander und entwickelt aus damit einhergehenden Erfahrungen Performances und Happenings voller Interventionen.

 

**

 

Carambolages

Gang mit einem Fremden

"....Ich hab die Stadt noch nie so gesehen. Diese Steintruhen, in denen die Leute leben und die Boote, die sie an den Füssen tragen. Eine Frau hat uns ihre Boote gezeigt. Und einer hat uns sogar in seine Steintruhe reingelassen ...und uns gezeigt, wie er und seine Frau da leben. Und immer wehte dabei eine Melodie durch die Steinschluchten...." Julia, 29 Zuschauerin

 

Wir nennen ihn Federmann. Man sieht ihn in den Straßen von Köln. Unabhängig von der Tageszeit läuft er schweigend durch die Viertel. Er beobachtet, macht Notizen - meistens ist er allein. Keiner kennt ihn,

keiner hat mit ihm gesprochen. Er lebt mitten unter uns. Noch bevor man ihn ansprechen kann, ist er im Nichts verschwunden. Einige haben sich laut Medienberichten an die Polizei gewandt. Doch jetzt

möchte er sprechen. Federmann lädt die Kölner ein, Zeit mit ihm zu verbringen und mit ihm zu gehen. Haben wir Glück, so wird er uns von dem berichten, was uns unsichtbar bleibt. Haben wir noch mehr Glück, lässt er uns wissen, wer er ist und was er von uns Kölnern will. Was auch immer passieren wird - wir werden Fremd Gehen, in unserer Stadt. Der Papalagi von M. Scheurmann dient der Gruppe Carambolages für ihren Stadtrundgang als Vorlage und Inspiration. Wie sieht es aus, wenn

ein Europäer sich als angeblich Fremder durch die vertraute Stadt bewegt und seine Sehnsüchte, Ängste und Wünsche diesem Anderen unterschiebt? Uns konfrontiert mit der hochaktuellen Frage: Leben wir, wie wir leben, gut? Und wer steht hinter der Figur des Federmanns? Ist es ein Heilbringer oder ein Gefallener? Oder einfach ein Kritiker unserer Gemeinschaft?

 

mit Marc Fischer, Francois de Ribaupierre, Rupert Stamm

Regie und Konzept: Ulrike Schwab und Marc Fischer

Termine:

Freitag, 16.5., Samstag, 17.5. und Sonntag 18.5. jeweils um 19:00

Treffpunkt Wiener Platz / Eingang Sparkasse vor der Mühlheimer Brücke

 

"Gang mit einem Fremden" ist eine Koproduktion von Carambolages und Drama Köln e.V.

Gefördert durch das Kulturamt Köln.

www.carambolages.de

Betitelt als „Carambolages“, was man heute kolloquial für Unfall, Zustammenstoß verwendet, bietet die Gruppe Carambolages um Ulrike Schwab und François de Ribaupierre künstlerische Interaktionen, die aus Schauspiel, Musik und Literatur bestehen. Ihr Live-Programm zeigt Korrespondenzen

zwischen diesen Künsten auf, vereint Wort und Klang, Konzert und Inszenierung

zu einem neuen Ensemble.

 

**********

 

Weitere Termine:

Di. 13. Mai – 20 Uhr - fremdgehen – Die Diskussion

In welcher Stadt wollen wir leben? Wer möchte was in der Stadt?

Wohnraum, Lebensraum, Kultur....

Diskussion und Gespräch mit Vertretern aus Politik und Kultur

Ort und Infos: www.drama-koeln.de

Sa. 17. Mai – 21 Uhr - fremdgehen – Die Party

Ort und Infos: www.drama-koeln.de

_______________________________________

TICKETS und RESERVIERUNGEN

Eine Reservierung wird dringend empfohlen, da jeder Gang auf 18 Zuschauer beschränkt ist. (AUSNAHME: "Spywalk". "Spywalk" kann jederzeit von jedem Zuschauer mit internetfähigem Smartphone individuell besucht werden)

 

Kartenreservierung 0177-6545468 oder info@drama-koeln.de.

Tickets: 14,- €/erm. 10,- €/ Die Teilnahme an Sywalk ist umsonst.

Kombiticket für beide Gänge am Samstag inkl. Freigetränk 19,- €.

 

FREMDGEHEN wird kuratiert und produziert von Drama Köln e.V. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln. In Kooperation mit der Stadt Revue.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 35 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑