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WEHE, WEHE, WELCHES ENDE - Stadttheater Giessen

Premiere am 4. Oktober 2008 | 19.30 Uhr | Großes Haus

MAX UND MORITZ UND DIE FROMME HELENE

Tanzstücke von Irene Schneider und Jutta Wörne nach Wilhelm Busch

Musik von Jacques Offenbach, Ernest Tomlinson und Haydn Wood

 

Ob übermütige Lausbubengeschichte oder scharfzüngige Gesellschaftssatire: Den Protagonisten der Geschichten des Dichters und Zeichners Wilhelm Busch ist immer ein jämmerliches Ende beschieden.

 

Trotzdem oder gerade deshalb gehören sie noch heute zum klassischen Literaturkanon.

 

„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen!“ – MAX UND MORITZ sind noch heute der Inbegriff für Lausbubenstreiche und hinterlistige Spielereien. Ob der Raub von Hahn und Hühnern der Witwe Bolte, die Manipulation der Brücke vor dem Haus des Schneidermeisters oder die Explosion der Meerschaumpfeife von Lehrer Lämpel – die Anekdoten von den beiden vorwitzigen Jungen, die der Zeichner und Dichter Wilhelm Busch in Reimen und Bildern erzählte, gehören noch heute zu den Kinderbuchklassikern.

 

Nicht ganz so bekannt, aber ebenso satirisch ist Buschs Bildergeschichte DIE FROMME HELENE, die die Choreographin Jutta Wörne in einem Tanzstück umgesetzt hat. Schon als Kind vom Schabernack besessen, sorgt Helene täglich für große Aufregung. Daher wird sie zu Onkel und Tante aufs Land geschickt, die sie in ein braves und gottesfürchtiges Mädchen verwandeln sollen. Als alle Bemühungen scheitern wird Helene vor die Tür gesetzt. Nach einigen Jahren der Jungesellinnenzeit heiratet sie und mimt fortan die brave Bürgerin und Ehefrau. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse...

Jutta Wörne erzählt in ihrer Version von der FROMMEN HELENE die Entwicklung von Helenes Kindheit bis zum Tod und zeichnet den Prozess der versuchten und schließlich gescheiterten Eingliederung in das bürgerliche Leben liebevoll nach.

 

Die Choreographinnen Irene Schneider und Jutta Wörne haben aus zwei der bekanntesten Bildergeschichten des Dichters und Zeichners Wilhelm Busch energiegeladene Tanzstücke erschaffen, die als phantasievoller Doppelabend am Stadttheater Gießen zu erleben sind - witzig und bitterböse zugleich, doch ebenso poetisch und ideal geeignet für große wie kleine Zuschauer.

 

Choreographie: Irene Schneider, Jutta Wörne | Bühne und Kostüme: Thomas Döll nach einer Ausstattung von Eberhard Matthies | Mit: Tanzcompagnie Gießen

 

Max und Moritz

 

Max: Eoin Mac Donncha / Svende Obrocki

Moritz: Victor Villarreal Solis / Paul Zeplichal

Witwe Bolte: Susan McDonald / Svende Obrocki

Spitz: Carine Auberger / Magdalena Stoyanova

Hahn: Victor Villarreal Solis / Paul Zeplichal

Hühner: Carine Auberger, Morgane De Toef, Antonia Heß

Schneider Böck: Sven Gettkant / Meindert Ewout Peters

Frau Böck: Carine Auberger / Magdalena Stoyanova

Enten: Morgane De Toef, Antonia Heß

Lehrer Lämpel: Sven Gettkant / Meindert Ewout Peters

Onkel Fritz: Marian Anton

Meister Bäcker: Eoin Mac Donncha / Svende Obrocki

Bauer Mecke: Meindert Ewout Peters / Victor Villarreal Solis

 

Die fromme Helene

 

Helene: Carine Auberger / Antonia Heß

Franz: Eoin Mac Donncha / Paul Zeplichal

Tante: Svende Obrocki / Magdalena Stoyanova

Onkel: Marian Anton / Sven Gettkant

Schmöck: Eoin Mac Donncha / Paul Zeplichal

Jean: Marian Anton / Sven Gettkant

Hannchen / Köchin: Morgane De Toef / Susan McDonald

Katze: Antonia Heß / Magdalena Stoyanova

Kater: Morgane De Toef / Antonia Heß

Teufel: Magdalena Stoyanova / Victor Villarreal Solis

Guter Geist: Marian Anton / Sven Gettkant

Junge Mädchen, Junge Burschen: Morgane De Toef, Sven Gettkant, Antonia Heß, Eoin Mac Donncha, Magdalena Stoyanova, Victor Villarreal Solis

Pilger / Teufel: Tanzcompagnie Gießen

 

 

 

 

 

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