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"Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?" "Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?" "Wer wohnt dort oben auf...

"Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?"

Heinrich Heine in Berlin

Samstag, 27. Mai 2006, 12-22 Uhr, Ort: Bebelplatz, 10117 Berlin-Mitte.

Eine kleine Höllenfahrt für heinrich Heine.Zu Ehren des Dichters Heinrich Heine lädt die Initiative Deutsche Sprache zu einem Fest auf dem Bebelplatz ein. Antworten auf „Alle Heine-Fragen“ verspricht am Samstag, dem 27 Mai 2006 eine außergewöhnliche Inszenierung des Regisseurs Uli Jäckle (u.a. Staatstheater Stuttgart, Hamburger Schauspielhaus) im Juridicum der Humboldt Universität in Berlin Mitte.

Mit Schauspielern, Laien und dem japanischen „Ensemble Nagomi" wird erstmals die juristische Fachbibliothek im dritten Obergeschoss der alten Königlichen Bibliothek bespielt, die schon Studienort für den jungen Heinrich Heine gewesen war. Als Student brütete er in den Jahren 1821 bis 1823 über Werken der Rechtswissenschaften und besann sich zugleich auf seine eigentliche Stärke: das Schreiben.

 

Im Lesesaal finden die routinierten Arbeitsabläufe des Bibliotheksalltags

statt. Fakten werden verwaltet, verlagert, verbürgt und wieder vergessen.

Wissen wandert aus Büchern in Köpfe und wieder zurück... In tranceartiger

Routine wird geblättert, gestapelt, recherchiert und kopiert. Aus diesem

Fluss von Informationen entsteht ein fiebriger Dämmerzustand, der Heines

„Gedankengesindel“ mit all seinen „tollen Träumen“ auf den Plan ruft: eine

gelehrte Eidechse, eine außerordentliche Professorin aus dem Apennin, der

deutsche Michel, die Signora, die Madame und die Mylady, der große Krieger

Takuabeh und ein Rationalist namens Dr. Ascher. Sie alle kriechen aus den

Rissen einer brüchig gewordenen Welt und suchen mit Heine nach dem „Wasser des Lebens".

 

Das einstündige, am Samstag, dem 27. Mai 2006, dreimal aufgeführte

Theaterstück basiert vor allem auf Texten aus den „Reisebildern“, „Ludwig

Börne“, dem Buch „Ideen" sowie den „Bädern von Lucca“ und beschäftigt sich

mit dem poetischen Universum eines Autors, dem so heiß war, dass er glaubte, der Äquator laufe mitten durch sein Herz.

THEATER: »Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?«, Juridicum am Bebelplatz

Premiere/Uraufführung: 27.05.06, 15:00 Uhr

Weitere Aufführungen: 27.05.06, 17:00 & 19:00 Uhr

Eine Produktion in Zusammenarbeit mit dem Theater Aspik, Hildesheim

Regie: Uli Jäckle, Buch/Dramaturgie: Carsten Schneider & Luzia Schelling.

 

PROGRAMM 27.05.06

14 Uhr: Eröffnung: Auftritt des Gewinners des Rezitationswettbewerbs „Die

schönste Loreley“

15/17/19 Uhr: Theater: „Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?“, Regie:

Uli Jäckle, Buch / Dramaturgie: Carsten Schneider / Luzia Schelling

15 Uhr: Lesung: Christian Liedtke „… und grüßen Sie mir die Welt“

15-20 Uhr: Hörinstallation: „Alle Heine-Schmerzen“; Lesepodium: „… ich

selber bin Volk.“; Rezitationswettbewerb / Videobeiträge: „Die schönste

Loreley“

16 Uhr: Lesung: Janine Strahl „Als Deutscher bin ich verschiedener Meinung“

17 Uhr: Lesung: Elke Schmitters und Kerstin Decker „Und grüß mich nicht

unter den Linden“, Moderation: Susanne Bader

18 Uhr: Konzert: M.A. Numminen singt Heinrich Heine

20 Uhr: Abschlusskonzert: „Schiller“ und „Voltaire“ mit dem Filmorchester

Babelsberg, zu Gast: Anna Thalbach und Thomas Heinze

 

Heine für Kleine - Kinderzelt und Sommergarten

12-19 Uhr: Malwand: „Denk ich an Deutschland …“

15 Uhr: Lieder, Geschichten und Gedichte: „Ich weiß nicht, was soll es

bedeuten …“

16 Uhr: Theater: „Loreley“ - ein Theaterspiel von Kindern für Kinder

17 Uhr: Lesung und Malaktion: „Käfer, Fliege, Pudel & Co.“

18 Uhr: Kinderleseclub

 

 

PROGRAMM 28.05.06

Lesungen mit Carmen Boullosa (Mexiko), Jan Peter Bremer, Richard Dübell,

Jakob Hein, Kerstin Decker, Frank Goyke, Sibylle Lewitscharoff, Magdalen

Nabb (England), Katrin Panier, SAID (Iran), Elke Schmitter, Yoko Tawada

(Japan), Gayle Tufts (USA), Ljudmila Ulitzkaja (Rußland), Martin Wuttke und

Feridun Zaimoglu.

 

 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

 

 

 

 

Mit freundlichen Gr

 

www.kulturkalender-berlin.de

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