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Wiederaufnahme des Spielbetriebs am Theater Eisleben

ab dem 6. Juni 2020 findet ein alternativer Vorstellungsbetrieb statt.

Mit der Wiederaufnahme des Jugendstückes „Nolife“ (6. Juni 2020), den Premieren der szenischen Lesungen „Als die Theaterwelt noch in Ordnung war“ (Premiere: 13. Juni 2020), „Bettgeflüster und Beziehungskisten“ (Premiere: 20. Juni 2020) und „Gut gegen Nordwind“ (Premiere: 3. Juli 2020) sowie dem Gastspielkonzert von „The Aberlour‘s“ (4. Juli 2020) finden bis zum Beginn der regulären Spielzeitpause insgesamt elf Veranstaltungen auf der Eisleber Bühne statt. Alle weiteren geplanten Vorstellungen und Gastspiele müssen aufgrund der momentanen Situation entfallen. Hinweise zum Kartentausch o.ä. sowie den gesamten Spielplan für die Monate Juni und Juli 2020 finden sich auf www.theater-eisleben.de.

 

Copyright: Markus Scholz, "Nolife"

Alle Vorstellungen finden unter strengen Schutz-und Hygienemaßnahmen statt, um weiterhin zur Eindämmung der Infektion mit dem Corona-Virus beizutragen. Das erarbeitete Hygienekonzept sieht u.a. die Eingrenzung der Besucherzahlen zur Sicherstellung der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m sowie die Ausweis-und Dokumentationspflicht vor, um im Verdachtsfall die Nachverfolgung der Infektionskette sicherstellen zu können. Hierzu sind wir als Veranstalter verpflichtet. Besucherinnen und Besucher sind zudem dazu verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung innerhalb unseres Theatergebäudes zu tragen. Während der Vorstellung darf diese unter Einhaltung der Abstandsregelungen abgenommen werden. Aus Rücksicht auf alle Mitmenschen wird um das Einhalten der allgemeinen Hygieneregeln (Nies- und Hustenetikette, Mindestabstand von 1,50 m, Händewaschen) gebeten.

Theaterkarten gibt es an der Theaterkasse, Bucherstraße 14, telefonisch unter 03475 602070, kartenservice@theater-eisleben.de oder online unter www.theater-eisleben.de. Die Theaterkasse öffnet ab dem 9. Juni 2020 immer dienstags 10.00–16.00 Uhr.

SPIELPLAN JUNI/JULI 2020

WIEDERAUFNAHME „Nolife“
von Marzena Ryłko aus dem Polnischen von Monika Paul
Der 17jährige Norbert hat nur Zocken im Kopf. Wie ein Junkie plant er sein Leben rund um Laptop und Smartphone. Energydrinks halten ihn am PC wach, geschlafen wird im Unterricht. Zuhause wird gestritten statt geredet. Thema: Dauernutzung des PCs, Freundschaften nur noch über soziale Netzwerke und bösartiges Mobbing. Norbert erzählt – in seinem Zimmer zockend – von seinem Alltag mit Familie, Schule und von seiner Parallelwelt. Empathie bringt er nur für die fiktiven Charaktere seiner PC-Spiele auf und verliert sich selbst in der fiktiven Welt.
Vorstellungen am Samstag, 6. Juni und Donnerstag, 25. Juni 2020 jeweils 19.30 Uhr, Foyerbühne

PREMIERE Als die Theaterwelt noch in Ordnung war
von Karel Čapek
Szenische Lesung
 „Das Theater ist eine Kunst wie das Kriegführen und ein Hasardspiel wie das Roulette – niemals weiß man im Vorhinein, wie es ausfallen wird.“ Diesen Satz können alle unterschreiben, die Theater machen, also professionelles Theater machen, auf einer Bühne, mit Schauspielern, mit einem Regisseur, einem Dramaturgen und allen Gewerken, die man am Theater so braucht. Und jeder von ihnen hat so seine Eigenheiten, hat seinen eigenen Berufsstolz, bringt sich mit seinem Engagement ein und braucht dafür auch seine persönliche Anerkennung. Und obwohl jeder alles gibt, bleiben Pannen und Katastrophen auf dem Weg von der Konzeptions- und Leseprobe bis zur Premiere nicht aus. Dass die Generalprobe für den späteren Erfolg der Inszenierung misslingen muss, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber es ist immer wieder ein Wunder, dass es schließlich doch zur Premiere kommt, nicht nur in Krisenzeiten – in denen sich die Theater genaugenommen durchgängig befinden, mal so, mal anders…
Es lesen Julius Christodulow und Ulrich Fischer
Textauswahl und szenische Umsetzung: Ulrich Fischer
Premiere am Samstag 13. Juni 2020, 19.30 Uhr, Foyerbühne
Weitere Vorstellungen: Samstag, 27. Juni und Samstag, 11. Juli 2020 jeweils 19.30 Uhr

PREMIERE „Bettgeflüster und Beziehungskisten“
Gedichte von Heinrich Heine und Erich Kästner mit Musik
Szenische Lesung
„Sie saßen zusammen am Teetisch / Und sprachen von Liebe viel“. Zumindest erörterten sie, was zwischen Mann und Frau so alles passieren kann oder eben nicht geschieht. In ausgewählten Gedichten lassen Heinrich Heine und Erich Kästner ihre Protagonisten die verschiedenen Spielarten der Liebe durchleben. Sie erzählen von den Liebesträumen der frisch erwachten Sexualität, von einer idealen, einer verklärten Liebe, von der alltäglichen eines Ehepaares, von der käuflichen im besonderen Etablissement und natürlich auch von der unerfüllten Liebe und dem ungestillten Trieb. Dass dabei ein amüsiertes Lächeln ins Gesicht gezaubert wird, spritziger Humor den Geist erquickt und vielleicht auch ein seufzendes „Ach ja“ der Brust entweicht, versteht sich von selbst. Christian Faust ummantelt die von Almut Liedke und Oliver Beck vorgetragenen poetischen Worte, die Misstöne zwischen den Parteien und ihr sehnsuchtsvolles Schmachten musikalisch.
Es lesen Almut Liedke und Oliver Beck
Musikalische Begleitung: Christian Faust
Idee, Textauswahl und szenische Umsetzung: Ann-Kathrin Hanss
Premiere am Samstag, 20. Juni 2020, 19.30, Foyerbühne
Weitere Vorstellungen am Freitag, 26. Juni und Donnerstag, 9. Juli 2020 jeweils 19.30 Uhr

PREMIERE „Gut gegen Nordwind“
von Daniel Glattauer und Ulrike Zemme
Szenische Lesung
Aus einem Tippfehler und einer fehlgeleiteten E-Mail entwickelt sich zwischen Emmi Rothner und Leo Leike eine besondere Beziehung. Emmi will ein Zeitschriftenabo kündigen. Die E-Mail landet in Leos Postfach. Er weist Emmi auf den Fehler hin und sie antwortet wiederum seiner Mail. Mit Spaß am Schreiben beginnen die beiden ein verbales Geplänkel. Nach und nach öffnen sie sich einander und geben kleine Einblicke in ihr persönliches Leben. Zwischen den Zeilen fängt es an zu knistern. Ja, Leo und Emmi werden süchtig, abhängig von ihrem Mailkontakt. In ihnen wächst der Wunsch nach mehr, nach einem persönlichen Kennenlernen. Doch was wird passieren, wenn man sich trifft. Wird der reale Mensch sich gegen das Bild, das jeder sich vom anderen gemacht hat, behaupten können? Und was wird aus dem „echten“ Leben, in dem jeder von ihnen an einer Beziehung zu arbeiten hat?
Es lesen Ronja Jenko und Benjamin Wilke
Texteinrichtung und szenische Umsetzung: Ann-Kathrin Hanss
Premiere am Freitag, 3. Juli 2020, 19.30 Uhr, Foyerbühne
Weitere Vorstellung am Mittwoch, 10. Juli 2020, 19.30 Uhr

GASTSPIEL The Aberlour‘s
Celtic Folk’n’Beat
Sie zählen heute zu den wenigen Celtic Rock Bands aus Deutschland, die ein internationales Niveau erreicht haben – und im Folkbereich genauso brillieren wie auf Metalfestivals wie Wacken oder Mittelalterevents wie das Mediaval Selb. Seltene Akustik-Instrumente wie Cister und Mandocello treffen auf donnernde Grooves, melodiöse Vocallinien ergänzen sich mit furiosen Fiddle- und Akkordeonparts zu einem magischen Gesamtwerk. Wildromantisch-skurrile Geschichten aus Irland, Schottland, England, Nordamerika; getragen von Speedfolk, Worldbeat, Mittelalterrock.
Samstag, 4. Juli 2020, 19.30 Uhr, Theatergarten

 

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