Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Wolfgang Amadeus Mozart, "Le Nozze di Figaro", Hamburgische StaatsoperWolfgang Amadeus Mozart, "Le Nozze di Figaro", Hamburgische StaatsoperWolfgang Amadeus Mozart,...

Wolfgang Amadeus Mozart, "Le Nozze di Figaro", Hamburgische Staatsoper

Premiere A 15. November 2015, 18.00 Uhr

Premiere B 17. November 2015, 19.00 Uhr. ----

Die erste der drei Mozart/DaPonte-Opern ist als "comedia per musica" klassifiziert – eine Komödie durch Musik: In Le Nozze di Figaro (1786) dominiert eine Lust am Verwirrspiel und zahlreiche Aktionen gruppieren sich um komplizierte Handlungsverwicklungen.

Diese Komödie um Begehrlichkeiten, Verführungsversuche und Irreführungen thematisiert sinnliches Spiel und nicht sozialen Aufruhr. Anders als die dramatische Vorlage La Folle journée ou Le Mariage de Figaro (1778/84) von Beaumarchais liegt in der "Komödie durch Musik" der Fokus mehr auf klingender Raffinesse denn auf anklagender Revolution.

 

Wie unterschiedliche Tonstufen auf Notenlinien tanzen Schattierungen menschlicher Liebe in diesem Stück: Lockung, Liebelei, Treue und Irritation finden sich zu einer Musik, die Kierkegaard zu Recht "liebestrunken" nennt.

 

Regisseur Stefan Herheim wird mit Mozarts "Komödie durch Musik" sein lang erwartetes Debüt an der Hamburgischen Staatsoper geben und hat zusammen mit seinem Team einen sinnlichen Klangkäfig entwickelt, in dem die Partiturblätter eine Notenlaube zwischen morgendlich heller Sonne zu Anfang der Oper bis zum dunklen Zwielicht der Sommernacht im Finalakt konstituieren, wie Mozart es selbst sagt: "Ohne Musik wär’ alles nichts."

 

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Ottavio Dantone

Inszenierung: Stefan Herheim

Bühnenbild: Christof Hetzer

Kostüme: Gesine Völlm

Licht: Phoenix (Andreas Hofer)

Video: fettFilm

Dramaturgie: Alexander Meier-Dörzenbach

Chor: Eberhard Friedrich

 

Mit:

Kartal Karagedik (Il Conte d'Almaviva),

Iulia Maria Dan (La Contessa d'Almaviva),

Katerina Tretyakova (Susanna),

Wilhelm Schwinghammer (Figaro),

Dorottya Láng (Cherubino),

Katja Pieweck (Marcellina ),

Tigran Martirossian (Don Bartolo),

Jürgen Sacher (Don Basilio),

Peter Galliard (Don Curzio),

Christina Gansch (Barbarina),

Franz Mayer (Antonio)

 

Philharmonisches Staatsorchester, Chor der Hamburgischen Staatsoper

 

Vorstellungen am 20./26. November, jeweils 19.00 Uhr, 22./29. November, jeweils 18.00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑