YERMA von Federico García Lorca im Staatsschauspiel Dresden

PREMIERE 27.04.2018, 19.30 › Schauspielhaus

Es ist ein Stück über Unerfülltheit: Lorcas Heldin, Yerma – schon der Name bedeutet in seiner literarischen Übersetzung „Die Brache“ –, ist die Frau eines einfachen Bauern. Anfänglich glücklich verheiratet, droht sie schon bald über der vermeintlichen Schande, nicht schwanger zu sein, verrückt zu werden; Kinder gebären wird schließlich als raison d‘être vorausgesetzt. Doch Yermas Liebesleben ist so körperbetont wie das der Hildegard von Bingen. So gehen die Jahre dahin, und ihr Wunsch nach Kindern und der Druck der Gesellschaft, in der sie lebt, werden unerträglich.
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(c) Sebastian Hoppe

Dumm nur, dass ihr Mann Juan seinerseits so gar kein Interesse an der Reproduktion hat. Zudem erlaubt Yerma der Ehrenkodex keinen Treuebruch. Ihre Verfasstheit und die Umstände zwingen sie schließlich zu einer unwiderruflichen Tat – der Ermordung ihres Ehemanns.

Lorcas dunkle Poesie rückt die Not Yermas in die Sphären des Traumhaften, die im Symbolischen verhaftet sind; er zeigt uns eine Frau, die außerhalb des Lebens steht. Eine zutiefst menschliche Erfahrung – eben darin ist sie uns so nah.

Der renommierte Regisseur Andreas Kriegenburg, der am Staatsschauspiel Dresden bereits BERNARDA ALBAS HAUS gezeigt hat, wird nun Lorcas Tragödie YERMA aus dem Jahre 1934 über das ausweglose Leid der Kinderlosigkeit in Szene setzen.

aus dem Spanischen von Susanne Lange

MIT Gina Calinoiu, Tabitha Frehner, Betty Freudenberg, Tammy Girke, Hannelore Koch, Claudia Korneev, Deleila Piasko, Karina Plachetka, Marina Poltmann, Mathis Reinhardt, Simon Werdelis

REGIE Andreas Kriegenburg
BÜHNE Harald Thor
KOSTÜME Andrea Schraad
MUSIK Marcel Blatti
DRAMATURGIE Julia Weinreich

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