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"Zu jung zu alt zu deutsch" von Dirk Laucke im Schauspiel Hannover

Premiere: Sonntag 07.12.14, 20.00 Uhr, Cumberlandsche Bühne. -----

Roy, Jens, Lydia – drei Menschen in Deutschland, heute. Zu jung, um an Verbrechen der NS-Zeit teilgenommen haben zu können, zu alt, um davon unbeschwert losgekommen zu sein, zu deutsch, um sich nicht ständig dazu ins Verhältnis setzen zu müssen.

Sie geraten aneinander ob ihrer eigenen Vergangenheit und der ihres Landes. Und dann sind da noch die junge Ukrainerin Sascha, die mit vielen Illusionen nach Deutschland kam und Deutsch gelernt hat »mit 99 Luftballons und Ganz in Weiß« und Gitte, die nur weg aus diesem Land will. Über die Vergangenheit sind die Geschichten der fünf Menschen miteinander verwoben.

 

Sie alle träumen von einem Neuanfang, versuchen im Heute zu leben und kommen doch immer wieder ins Gestern.

 

Dirk Laucke hat Geschichten geschrieben, die sich queren und quälen und zeigen, wie viel braunes Dunkeldeutschland auch nach dem bunten Weltgastgeber-Sommermärchen in uns steckt.

 

Denn die Vergangenheit vergeht nicht, sie vergärt.

 

Dirk Laucke wurde 1982 in Schkeuditz geboren und feierte seinen Durchbruch 2006 mit dem Stück alter ford escort dunkelblau, das zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, zu den Mülheimer Theatertagen und zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen wurde. Mit zu jung zu alt zu deutsch wird erstmals ein Stück von ihm am Schauspiel Hannover inszeniert.

 

Regie: Nick Hartnagel

Bühne und Kostüme: Mareike Hantschel

 

Mit: Sandro Tajouri, Machado Rios, Sina Martens, Philippe Goos, Susana Fernandes Genebra, Karolina Horster

 

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