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Zum Tod von Moidele Bickel

Meldung aus dem Berlner Ensemble: Die Kostümbildnerin Moidele Bickel (1937 – 2016) ist am 15. Mai 2016 nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Seit Mitte der 60er Jahre hat sie mit unerschöpflicher Phantasie und nie nachlassender, staunenswerter Energie mit den großen Theater-, Opern- und Filmregisseuren ihrer Generation gearbeitet.

Nach ersten Jahren mit Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Claus Peymann am Frankfurter TAT und an der Berliner Schaubühne bereicherte sie die Arbeiten von Wilfried Minks, Luc Bondy, Eric Rohmer, Jürgen Flimm, Robert Wilson, George Tabori, Patrice Chéreau, Michael Haneke, Dieter Dorn und bis zu ihren letzten Tagen Andrea Breth mit ihrer Kunst.

 

Mit ihren Kostümen für die Uraufführungen vieler Stücke von Peter Handke, Thomas Bernhard – und vor allem Botho Strauß – fand sie unverwechselbare Menschen-Bilder.

 

Ihre Arbeiten wurden seit ihrem Anfang immer wieder auf dem Berliner Theatertreffen und auf vielen Festivals in der ganzen Welt gezeigt. 1995 wurde sie für den Film „Bartholomäusnacht“, Regie Patrice Chéreau, für den Oscar nominiert. 2010 erhielt sie den deutschen Filmpreis für das „Weiße Band“, Regie Michael Haneke.

 

Die europäischen Theatermenschen trauern um eine ihrer größten Künstlerinnen.

 

 

 

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