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Zwei Opern-Premieren im Staatstheater Braunschweig

"Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart, 14.10. um 19.30 im Kleinen Haus, Magnitorwall 18

und

"Tristan und Isolde" von Richard Wagner am 15.10. um 16.00 im Großen Haus.

"Die Zauberflöte"

Deutsche Oper von Wolfgang Amadeus Mozart in einer Fassung für Kammerensemble von Andreas N. Tarkmann für Zuschauer ab 11 Jahren

Premiere am 14.10. um 19.30 im Kleinen Haus, Magnitorwall 18

 

»Die Zauberflöte« begeistert seit ihrer Uraufführung 1791 bis heute alle Generationen gleichermaßen. In seiner letzten Oper hat Mozart – wie sein Librettist der Wiener Theaterprinzipal und Schauspieler Emanuel Schikaneder überzeugter Freimauerer – eine Fülle von Themen verarbeitet: »Die Zauberflöte« ist Märchen und Zauberoper, Komödie wie philosophisches Lehrstück; es geht um (erste) Liebe und Prüfungsangst genauso wie um Fragen gesellschaftlicher Ethik und Gerechtigkeit, Selbstbehauptung und Selbstfindung.

 

Für das Kleine Haus des Staatstheaters Braunschweig hat Andreas N. Tarkmann, Professor für Instrumentation und Arrangement an der Musikhochschule Mannheim und namhafter Arrangeur für renommierte Musikensembles und Rundfunksender, eine Fassung für Kammerorchester erstellt.

 

Regie führt Aniara Amos, die in Chile geboren wurde. Die ausgebildete Tänzerin war Gründungsmitglied und von 2000 bis 2003 auch Direktorin des Achim Freyer-Ensembles. Als freischaffende Regisseurin, Ausstatterin und Choreografin arbeitete sie u. a. an der Deutschen Oper Berlin, an der Volksoper Wien, bei den Salzburger Festspielen und den Schwetzinger Schlossfestspielen, am Theater Dortmund und dem Theater Magdeburg. 2009 war sie Regisseurin und Ausstatterin für das Staatstheater Braunschweig bei »Orlando Paladino«.

 

Aniara Amos entwirft auch die Kostüme für ihre Inszenierung der »Zauberflöte«.

 

Musikalische Leitung: György Mészáros – Bühne: Roy Spahn – Dramaturgie: Daniela Brendel

 

Mit: Moran Abouloff, Steffen Doberauer, Sarah Ferede, Dae-Bum Lee, Simone Lichtenstein, Aurora Perry, Malte Roesner, Matthias Stier

 

***

 

"Tristan und Isolde"

Oper von Richard Wagner, Premiere am 15.10. um 16.00 im Großen Haus

 

»Tristan und Isolde« von Richard Wagner ist ein Psychogramm über eine scheinbar unmögliche Liebe, die im Hier und Jetzt nicht sein darf, und die Liebenden nur in einer unbekannten und fernen Welt für möglich halten. Kein Geringerer als Richard Strauss bezeichnete die Oper als »allerletzte Conclusion von Schiller und Goethe und die höchste Erfüllung der 2000-jährigen Entwicklung des Theaters.«

 

Den Stoff dafür entnahm Richard Wagner dem gleichnamigen unvollendeten Epos von Gottfried von Straßburg aus dem 13. Jahrhundert. Die unausgesprochene Liebe zu Mathilde Wesendonck, deren Ehemann Wagner finanziell unterstütze, fand ihre Reflexion in der 1859 beendeten und 1865 am Münchner Hof- und Nationaltheater uraufgeführten Oper.

 

Silvana Dussmann gibt ihr mit Spannung erwartetes Debüt als Isolde in einer Inszenierung der in Südkorea geborenen Regisseurin Yona Kim, die für den diesjährigen Theaterpreis DER FAUST.mit einer Ihrer Arbeiten nominiert wurde.

 

Silvana Dussmann wurde von Presse und Publikum für ihre Kaiserin (»Die Frau ohne Schatten«) in Essen sowie Chrysothemis (»Elektra«) in Wien und Hamburg enthusiastisch gefeiert. Sie studierte in ihrer Geburtsstadt Wien u. a. bei der Kammersängerin Rita Streich. Nach ihrem Sieg in der Kategorie Operette des Belvedere-Wettbewerbs debütierte sie 1987 an der Wiener Volksoper als Lisa in Franz Lehárs »Das Land des Lächelns«. Seitdem ist sie in Wien mit zahlreichen Partien sowohl an der Volksoper als auch an der Staatsoper in Neuproduktionen und Wiederaufnahmen zu hören gewesen. Bei den Wiener Festwochen wirkte die Sopranistin 1999 in Jürgen Flimms Inszenierung der »Fledermaus« unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt mit. Silvana Dussmann arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Zubin Mehta, Seiji Ozawa, Stefan Soltesz, Christian Thielemann und Simone Young sowie u. a. mit den Regisseuren Klaus Maria Brandauer, Nicolas Brieger und Christof Loy.

 

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Alexander Joel. Er wird neben seinen Verpflichtungen als Generalmusikdirektor des Staatstheaters Braunschweig in der Spielzeit 2011/2012 an der Staatsoper Hamburg (»Don Carlos«), der Deutschen Oper Berlin (»Tosca«), der Semperoper Dresden (»Rigoletto«), der Vlaamse Opera Antwerpen (Neuproduktion von »La Forza del Destino« in der Regie von Michael Thalheimer) gastieren.

 

Das Bühnenbild wurde von David Hohmann entworfen. Die Kostüme gestaltet Nadine Grellinger.

 

Chor: Georg Menskes – Dramaturgie: Jens Neundorff von Enzberg

 

Mit: Silvana Dussmann, Tobias Haaks, Dagmar Pecková, Oleksandr Pushniak, Selçuk Hakan Tiraşoğlu, John Uhlenhopp, Orhan Yildiz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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